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Atlanta: Polizist könnte nach tödlichem Einsatz gegen Rayshard Brooks auf Kaution freikommen

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Nach dem Tod des Afroamerikaners Rayshard Brooks in Folge eines Polizeieinsatzes in der US-Stadt Atlanta könnte der Hauptverdächtige unter Auflagen vorläufig freikommen. Übereinstimmenden Berichten zufolge muss der Polizist Garrett Rolfe dafür eine Kaution von 500.000 Dollar hinterlegen.

Weitere Bedingungen des Gerichts seien zudem, dass er bis zum Urteil eine elektronische Fußfessel tragen, seinen Pass abgeben müsse und keinerlei Waffen haben dürfe. Richterin Jane Barwick sagte laut der Nachrichtenagentur Reuters, die Freilassung auf Kaution sei vertretbar, weil Rolfe aus ihrer Sicht keine Gefahr für die Bevölkerung darstelle und kein Fluchtrisiko bestehe.

Rolfe wird vorgeworfen, bei dem Einsatz Mitte Juni übermäßige Gewalt angewendet zu haben, obwohl das Opfer kein aggressives Verhalten gezeigt habe. Insgesamt werden dem Polizisten elf Vergehen angelastet, ihm droht lebenslange Haft ohne Bewährung oder gar die Todesstrafe.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters hatte die Witwe des Verstorbenen Brooks, bei Gericht gefordert, dass Rolfe nicht auf Kaution freigelassen wird. “Mein Leben steht seitdem auf dem Kopf”, sagte Miller. Sie fühle sich nicht sicher, wenn Rolfe sich frei bewege.

Brooks war Mitte Juni am Steuer seines Wagens eingeschlafen, als er in der Schlange an einem Schnellrestaurant wartete. Polizisten stellten fest, dass er zuviel getrunken hatte, und wollten ihn festnehmen.

Fall Brooks hat die Proteste in den USA weiter angefacht

Es kam zu einem Handgemenge, Brooks griff nach dem Elektroschockgerät eines Beamten und floh. Rolfe feuerte schließlich Schüsse ab, die Brooks im Rücken trafen und tödlich verletzten. Der Polizist war daraufhin fristlos entlassen worden, sein Kollege vorläufig suspendiert.

Der Tod des 27 Jahre alten Brooks hatte die landesweiten Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA nach dem Tod des Afroamerikanes George Floyd knapp drei Wochen zuvor in Minneapolis weiter angeheizt. Das Schnellrestaurant, auf dessen Parkplatz es zum Einsatz gegen Brooks kam, ging in der darauffolgenden Nacht in Flammen auf. Die Polizeichefin der Stadt, Erika Shields, trat zurück.

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