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Bill Gates im SPIEGEL-Gespräch: “Ich habe das Coronavirus nicht erschaffen”


SPIEGEL-Gespräch mit Bill Gates

Er investiert enorme Summen in die Suche nach Corona-Impfstoffen, wird aber auch angegriffen. Hier stellt sich Bill Gates der Kritik, attackiert US-Präsident Trump – und sagt, wann er mit einem Ende der Pandemie rechnet.




Bill Gates, der zweitreichste Mann der Welt


Bill Gates, der zweitreichste Mann der Welt


Foto: Daniel Berman / REDUX / laif

SPIEGEL: Mr. Gates, das Coronavirus hat inzwischen offiziell fast eine Million Menschenleben gekostet. Hat Sie diese Pandemie überrascht? 

Gates: Manche Aspekte sind sehr überraschend. Gesundheitsexperten sprechen zwar seit Jahrzehnten über die Bedrohung der Welt durch ein per Tröpfcheninfektion und Aerosol übertragenes Virus. Aber sie sprachen vor allem untereinander. Und viele von ihnen haben nicht mit einem Coronavirus gerechnet. Nach Mers und Sars konnte man zwar sagen: Ja, diese Virusfamilie kann eindeutig die Artengrenze überschreiten und auf den Menschen überspringen. Aber Covid-19 ist eine sehr überraschende Krankheit. Wir haben lange gebraucht, um allein die Symptome zu verstehen. 

SPIEGEL: Wie kann es sein, dass der Erreger uns so unvorbereitet erwischt hat? 

Gates: 2015 habe ich im Zusammenhang mit der Ebola-Epidemie gewarnt, dass wir für die nächste Pandemie nicht gerüstet seien. Aber was seitdem für die Pandemievorbereitung getan wurde, war sehr, sehr bescheiden. 

SPIEGEL: Hätte nicht auch die Gates-Stiftung mehr tun können? 


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