Spiegel

Brot backen mit Sauerteig: Mit diesem Rezept gelingt es

Wenn ich im Ausland etwas vermisse, dann ist es Sauerteigbrot, saftig, frisch mit krachender Kruste. Dabei ist Brot gar nicht nur typisch deutsch: Es ist weltweit eines der wichtigsten Nahrungsmittel.

Vor langer Zeit aßen Menschen ihre Getreidefladen nur warm, erkaltete er, war er hart und ungenießbar. Doch: Blieb der Teig länger stehen, gärte es und der Teig lockerte sich. Schon im Alten Orient kannten Menschen so entstandenes Sauerteigbrot, manche aßen es, manche Ägypter bezahlten auch damit, davon gehen Historiker heute aus. 

In Deutschland war Brot in der Frühen Neuzeit, also etwa 1500 bis 1800, das wichtigste Lebensmittel. Die Hälfte der Lebenshaltungskosten gingen damals drauf für Brot, wer kein Brot hatte, galt als arm. In Deutschland verbraucht jeder Einzelne heute durchschnittlich 60 Kilo Brot im Jahr und bezahlt dafür fast 150 Euro. Viele kneten und rühren gern selbst, nicht wenige zelebrieren ihre Backkunst und zeigen die schönsten Sauerteigbrote auf Instagram: #sourdough. 

Irgendwann wollte ich mir so ein Brot selbst backen, der Sauerteigansatz hat meine Geduld herausgefordert: Mindestens sieben Tage füttern und warten – aber es lohnt sich. (Die einzelnen Schritte erkläre ich hier.)