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Busse und Bahnen stehen still: In diesen NRW-Städten gibt es zum Wochenstart Warnstreiks im Nahverkehr


Busse und Bahnen stehen still
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In diesen NRW-Städten gibt es zum Wochenstart Warnstreiks im Nahverkehr



An einem leeren Bahnsteig am Düsseldorfer Hauptbahnhof zeigt eine Anzeigetafel an, dass gestreikt wird (Archivbild).
Foto: dpa/Weronika Peneshko

Düsseldorf Pendler müssen sich zum Wochenauftakt auf Warnstreiks im Nahverkehr einstellen: In vielen Städten in NRW fahren am Montag und Dienstag keine Busse und Bahnen. Betroffen sind unter anderem in Düsseldorf, Köln und Mönchengladbach.

Die Gewerkschaft Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen für die Belegschaft. Die maximale Arbeitszeit im Fahrdienst soll von zwölf auf zehn Stunden sinken, die Ruhezeit nach Schichtende soll von zehn auf elf Stunden steigen. „Trotz Arbeitsverdichtungen durch das steigende Verkehrsaufkommen und daraus resultierend konstant hohen Krankenzahlen kommen die Arbeitgeber bisher nicht auf uns zu“, sagte Peter Büddicker, Verdi-Landesfachbereichsleiter Verkehr in NRW. Nicht betroffen von den Warnstreiks sind die Deutsche Bahn und andere Bahnverkehrsunternehmen, so dass S-Bahnen und Regionalzüge fahren.

Der Warnstreik betrifft ganz NRW. Arbeitsniederlegungen wird es unter anderem in diesen Städten geben:

Duisburg Am Dienstag bleiben wieder alle Busse und Bahnen der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) im Depot. Informationen zum Warnstreik in Duisburg lesen Sie hier.

Düsseldorf Es streiken ab Montag die Rheinbahn und weitere kommunale Nahverkehrsbetriebe: Betroffen ist das gesamte Netz der Rheinbahn, also die Stadt Düsseldorf, der Kreis Mettmann, die Stadt Meerbusch und die Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen. Die Kunden-Center bleiben geschlossen. Am Dienstag sind zudem die Mitarbeiter im gesamten öffentlichen Dienst des Landes von Verdi aufgerufen, zu streiken. Das trifft auch wieder die Müllabfuhr. Mehr Infos zu den Streiks in Düsseldorf gibt es hier.

Kreis Düren Wie das Verkehrsunternehmen Rurtalbus meldet, soll am Montag und Dienstag gestreikt werden. Auch bei Subunternehmern seien Warnstreiks geplant. Im gesamten Bedienungsgebiet sei mit Fahrtausfällen sowie Verspätungen zu rechnen. Bei den stattfindenden Fahrten werde es zu deutlich höheren Belegungszahlen kommen. Hier lesen Sie weitere Informationen.

Hagen An beiden Streiktagen sind voraussichtlich auch die Hagener Straßenbahn AG (HST) sowie die Tochterunternehmen Habus und Sander Reisen betroffen. Aus Personalmangel könne es keinen Notfallfahrplan geben. Am Montag und Dienstag werden demnach keine Busse in Hagen fahren.

Köln Es finden von Montag, 3 Uhr, bis Mittwoch, 3 Uhr, keinerlei Bus- oder Stadtbahnfahrten der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) statt. Im Busverkehr finden nur jene Fahrten statt, die nach Plan durch Subunternehmer durchgeführt werden, informiert die Stadt. Weil der Warnstreik auch Bonn trifft, entfällt auf den Stadtbahn-Linien 16 und 18, die gemeinsam mit den SWB Bonn betrieben werden, der Verkehr. Geschlossen bleiben auch die Kundencenter und Vertriebsstellen der KVB.

Krefeld Die Stadtwerke Krefeld (SWK) versuchen mit Hilfe eines Notfahrplans zumindest einen Teil des Fahrbetriebs aufrecht zu erhalten. Die SWK plant, die Straßenbahnlinien 041, 042, 043 und 044 am Tag des Warnstreiks komplett durch Busse zu ersetzen. Weitere Linien fallen jedoch komplett aus. Alle Regelungen dazu finden Sie hier.

Münster Die Stadtwerke rechnen damit, dass auch in Münster von Montagfrüh bis zum Betriebsende der Nachtbusse am Mittwochmorgen um 2 Uhr viele Busse der Linien 1 bis 34 und N80 bis N85 ausfallen werden. Informationen zum Streik in Münster finden Sie hier.

Mönchengladbach Laut der NEW, Betreiberin des Busverkehrs, kommt am Montag erneut der gesamte Linienverkehr in Mönchengladbach und Viersen zum Erliegen. Informationen zu den Streikauswirkungen gibt es hier.

Allerdings werden wohl nicht in allen Landesteilen von NRW die Bussen und Bahnen ausfallen. In Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Bielefeld und Solingen sollen nur die Kundenzentren der Nahverkehrsunternehmen bestreikt werden und nicht die Fahrverbindungen.