Corona-Newsblog
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Corona-App wird um neue Funktion erweitert



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So schützen Sie sich vor dem Coronavirus
Foto: dpa/Arne Dedert

Liveblog Die Corona-App wird um ein Symptom-Tagebuch erweitert. Das Ausfüllen ist freiwillig. Die App soll zudem auch im Ausland einsetzbar sein. In Bayern wurde das umstrittene Beherbergungsverbot gekippt. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • In Nordrhein-Westfalen wird für die Gastronomie in allen Kommunen mit hohen Corona-Neuinfektionszahlen eine verpflichtende Sperrstunde zwischen 23 Uhr und 6 Uhr eingeführt. Das hat das Landeskabinett beschlossen. Die Sperrstunde gilt in Kommunen mit 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb sieben Tagen, wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mitteilte.

  • Die Corona-Warn-App wird um ein Symptom-Tagebuch erweitert. Das Ausfüllen ist freiwillig. Außerdem kann die App ab Montag auch in anderen europäischen Ländern verwendet werden. Dann steht sie in den App-Stores von Google und Apple in einer neuen Version zur Verfügung.

  • Auch in Bayern wurde nun das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots gekippt. Ab Samstag gilt diese Regelung in diesem Bundesland ebenfalls nicht mehr.

    Bereits am Donnerstag wurde das Verbot in Baden-Württemberg und Niedersachsen aufgehoben, das Saarland und Sachsen (ab Samstag) zogen nach.

  • Das US-Pharmaunternehmen Pfizer könnte eigenen Angaben zufolge im November in den USA eine Notfallzulassung seines Corona-Impfstoffes beantragen. Die Voraussetzung sei, dass die Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit bei der laufenden Erprobung positiv seien, schrieb Pfizer-Chef Albert Bourla.

    Der Impfstoff-Kandidat von Pfizer und Biontech gilt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten im Rennen. Anfang des Monats hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA bestätigt, dass der Wirkstoff in dem sogenannten Rolling-Review-Verfahren für eine Zulassung in Europa geprüft werde.

  • Auch in Köln klagt jetzt ein Gastwirt gegen die Sperrstunde. Der Gastronom richte sich gegen eine Sperrstunde von 1.00 Uhr bis 6.00 Uhr und den in dieser Zeit untersagten Verkauf von alkoholischen Getränken, sagte eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts Köln. Mittlerweile ist für Köln bereits eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr angekündigt worden.

  • Der Berliner Senat will gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts, das die Sperrstunde in der Hauptstadt am Freitag gekippt hat, juristisch vorgehen. Er werde Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gegen die Entscheidung einlegen, teilte eine Senatssprecherin am Freitagnachmittag mit.

  • Das war die Pressekonferenz von Ministerpräsident Laschet, Gesundheitsminister Laumann und Kommunalministerin Scharrenbach. Bei uns finden Sie im Kürze Zusammenfassungen und Artikel zu den neuen Regelungen und Aussagen der Minister.

  • 12 bis 13 Prozent der Infizierten hätten sich auf der Arbeit angesteckt von 10 Millionen Berufstätigen in NRW. Verglichen mit den Infizierten bei Feiern würden diese acht Prozent der gemeldeten Infektionen ausmachen. Daher sei es nachvollziehbar, dass man hier eingreifen müsse. Dennoch sei mit den Zahlen vorsichtig umzugehen, schließlich lassen sich rund 40 Prozent der Kontaktketten nicht ausreichend nachvollziehen, so Laumann.

  • Die Frage nach der Knappheit von Gruppeschutzimpfungen beantwortet Laumann damit, dass nicht alle Dosen an einem Tag hergestellt würden – und die 26 Millionen für Deutschland bestellten Impfdosen im Laufe der Wochen kommen werden. Jeden Tag werde neuer Impfstoff produziert und dementsprechend müsse man sich gegebenenfalls auf Wartezeiten einstellen.

  • Laschet hält fest, dass die Verordnungen allesamt Einschnitte in die Grundrechte beinhalten, dass eben diese jedoch gegen den Schutz der Bevölkerung abgewogen werden müssen.

  • Es gibt die große Sorge, dass das kulturelle Leben einen hohen Schaden nimmt. Dennoch müsse man Prioritäten setzen. Das hat kritische Anmerkungen hervorgerufen, so Laschet. Scharrenbach ergänzt, dass es viel um Akzeptanz gehe und dass man für die Regelungen in der Bevölkerung werbe – denn all dies diene nur dem Schutz eben dieser.

    Die Verordnung die jetzt vorgelegt wird, hält Laschet für rechtssicher. Gerichte könnten diese jedoch natürlich anders auslegen.

  • Die Entscheidung, ob der Parteitag der CDU im Dezember stattfinden kann, soll erst gegen Ende Oktober gefällt werden, so Laschet weiter.

  • Anonyme Anzeigen in der Stadt Essen möchte Laschet nicht bewerten. Gebe es jedoch eine große Veranstaltung im privaten Raum, halte er einen Hinweis für angemessen, ähnlich wie bei einer Lärmbelästigung beispielsweise. Es sei jedoch nicht wünschenswert, dass dadurch ein Klima des Misstrauens in die Nachbarschaft hineingetragen werde – niemand solle sich gegenseitig beobachten.

  • Laschet verweist darauf, dass die zehn Millionen Tests ausschließlich für die von Laumann genannten Bereiche reserviert – es sei nicht geplant, dass etwa zehntausende Fans in Fußballspielen mit Schnelltests auf das Virus getestet werden sollen.

  • In den Altersheimen werden pro Monat pro Bewohner 20 Tests durchgeführt, so Minister Laumann. Das ist eine neue Teststrategie, die auch für Patienten in Krankenhäusern und Behinderteneinrichtungen.

  • Es gibt die dringende Empfehlung, die Kontakte zu minimieren, antwortet Laschet auf die Frage nach privaten Feiern. Weiterhin wird es jedoch keine Kontrollen im privaten Raum geben.

  • Über den Wegfall der Beherbergungsverbote in vielen Bundesländern zeigt sich Laschet erfreut.

  • Bezüglich der Maskenpflicht in Schulen verweist Armin Laschet darauf, dass aktuell Herbstferien seien und in den Ländern, in denen das nun eingeführt werde, sei derzeit noch Unterricht.

  • Auf Nachfrage sagt Armin Laschet, dass es noch nicht möglich sei, eine Prognose für Weihnachten abzugeben. Ein Lockdown müsse aber auf alle Fälle verhindert werden.

  • Kommunalministerin Ina Scharrenbach sagt, dass sich zudem Studierende für die Nachverfolgungsarbeit eigenen und man in Kontakt mit den Universitäten stehe.

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