Corona-Newsblog
:
Inzidenz knapp unter 50 – Maskenpflicht in Gladbacher Innenstadt kommt



Infos
So schützen Sie sich vor dem Coronavirus
Foto: dpa/Arne Dedert

Liveblog Auch am Sonntag melden die Gesundheitsämter Tausende neue Fälle. Die Inzidenz in Mönchengladbach liegt jetzt knapp unter 50. Die Stadt zieht Konsequenzen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • In den Innenstädten von Mönchengladbach und Rheydt gilt ab Montag auf vielen Straßen eine Maskenpflicht. Die Stadt begründet das mit dem Überschreiten des Sieben-Tage-Inzidenz-Wertes von 35.

  • Wie jeden Morgen gibt es neue Zahlen zur Entwicklung der Pandemie in Deutschland vom Robert Koch-Institut. Erwartungsgemäß haben hier die Gesundheitsämter vergleichsweise wenige neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet. Das RKI gab den Wert mit 5587 Neuinfektionen an. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger – auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht.

  • Die Behörden haben eine Großhochzeit in New York verboten.

  • Die Corona-Warn-App des Bundes hat immer noch nicht ihr volles Potenzial entfaltet – dabei gäbe es eine ganze Reihe sinnvoller Funktionen, die sie übernehmen könnte, schreibt unser Autor in seiner Analyse.

  • Das Coronavirus kann laut einer Studie japanischer Forscher fünf Mal so lange auf der menschlichen Haut überleben wie das Grippevirus. Der in der Fachzeitschrift “Clinical Infectious Diseases” veröffentlichten Studie zufolge bleibt das Virus SARS-CoV-2 bis zu neun Stunden aktiv, während das die Grippe auslösende Influenza-A-Virus nur 1,8 Stunden überlebt. Das Risiko einer Infektion könne durch regelmäßiges und gründliches Händewaschen, wie es auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen wird, reduziert werden, schreiben die Forscher.

  • Die Initiative „Querdenken“ will am Sonntag in Dortmund gegen die Corona-Auflagen demonstrieren. Es seien bis zu 3000 Teilnehmer für eine Kundgebung (14 Uhr) und einen anschließenden Demo-Zug durch die Innenstadt angemeldet.

  • Wenn Covid-19-Erkrankte im Krankenhaus beatmet werden müssen, fallen einem Medienbericht zufolge nach Krankenkassen-Daten durchschnittliche Kosten von mehreren Zehntausend Euro pro Fall an. Die „Welt am Sonntag“ berief sich auf Zahlen der AOK und der Barmer Ersatzkasse zu Krankenhaus-Behandlungen von Covid-19-Fällen. Eine Auswertung der Daten der AOK-Versicherten ergab demnach, dass eine stationäre Behandlung einer Covid-19 Erkrankung im Schnitt 10.700 Euro kostet. „Unsere Daten zeigen aber auch, dass Covid-19-Erkrankte, die im Krankenhaus beatmet werden müssen, aufgrund der zum Teil schweren Krankheitsverläufe durchschnittlich Fallkosten von 38.500 Euro verursachen“, sagte Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbands.

  • Und auch aus Frankreich kommen schlechte Nachrichten: Unser westlicher Nachbar meldet einen Rekord bei den Neuinfektionen. Am Samstag habe es 32.427 neue Fälle gegeben, gibt das Gesundheitsministerium bekannt. Insgesamt zählt das Land seit Beginn der Pandemie 867.197 Infektionen. Die Zahl der Toten steigt am Samstag um 90 auf 33.392.

  • Die USA verzeichnen nach Angaben der Seuchenschutzbehörde CDC mehr als acht Millionen Infektionen mit dem Coronavirus. Am Samstag wurden 70.078 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Toten steigt um 1001 auf insgesamt 217.918.

  • Und auch in Österreich ist erneut eine Rekordzahl an Neuinfektionen gemeldet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden am Samstag 1747 neue Fälle binnen 24 Stunden registriert. Der bisher höchste Tageswert war am Donnerstag mit 1552 Fällen gemeldet worden. Die österreichische Regierung will am Montag mit Vertretern der neun Provinzen über neue Schutzmaßnahmen beraten.

  • In Großbritannien sind nach Regierungsangaben an nur einem Tag 150 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das sind so viele wie noch nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Am Freitag waren noch 136 Todesfälle registriert worden. Zudem wurden 16.171 nachgewiesene Neuinfektionen registriert nach 15.650 am Freitag.

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Samstag in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, ist ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden.

  • Die Niederlande haben 8114 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Das ist erneut ein Rekordwert, wie Daten des Nationalen Instituts für Öffentliche Gesundheit zeigen.

  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier warnt davor, die Wirtschaft als Ganzes herunterzufahren. “Die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder Tanken, sind eher unproblematisch, sofern Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden”, sagt der CDU-Politiker der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. “Einen neuen Lockdown brauchen wir deshalb nicht.” Es sei “nicht zielführend, ganze Wirtschaftsbereiche zu schließen, die erkennbar nichts oder wenig mit dem Infektionsgeschehen zu tun haben”.

  • Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft die Landesregierung von Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und weitere Kontaktbeschränkungen sollen von Montag an gelten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte.

  • Im Iran spitzt sich die Corona-Lage dramatisch zu: Die Anzahl der Toten hat dort nach Angaben des Gesundheitsministeriums die Schwelle von 30.000 überstiegen. Binnen 24 Stunden seien 253 Tote registriert worden; die Sterbefälle hätten damit 30.123 erreicht. Gleichzeitig sei die Anzahl der nachgewiesenen Infektionen seit dem Ausbruch der Pandemie Ende Februar auf 526.490 gestiegen, hieß es laut der Nachrichtenagentur IRNA. Der drastische Anstieg der Fallzahlen hat zu kritischen Engpässen bei der medizinischen Versorgung der Corona-Patienten im Iran geführt. Nach Einschätzung des Corona-Krisenstabs spiegeln die Zahlen außerdem nur die Testergebnisse wider und es könnte weitaus mehr Corona-Tote und Infizierte im Land geben. Der Iran hat etwa so viele Einwohner wie Deutschland.

  • Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten auf. Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem dazu erwarteten Gerichtsurteil einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche am Samstag darauf, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht.

  • Außenminister Heiko Maas hat mit Blick auf die stark steigenden Fallzahlen die Bereitschaft Deutschlands bekräftigt, wieder Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten aufzunehmen. „Wenn es bei unseren Nachbarn in der Versorgung von Corona-Patienten Engpässe gibt, bieten wir natürlich schnell Hilfe an, wie unsere Kapazitäten dies erlauben“, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Samstag). „Europäisch können wir das jetzt über das neue Frühwarnsystem viel besser koordinieren als im Frühjahr. Auf diese Solidarität setze ich, wenn es ein schwieriger Herbst wird.“ Mehrere Bundesländer haben sich bereits zur Aufnahme von Patienten aus EU-Nachbarstaaten bereiterklärt. So wollen zum Beispiel Kliniken in Nordrhein-Westfalen erneut schwer kranke Covid-19-Patienten aus den Niederlanden versorgen

  • Das Gesundheitssystem in NRW habe noch „sehr viele Kapazitäten“ zur Versorgung Infizierter – auch in der Intensivmedizin, sagte Gesundheitsminister Laumann.

  • In der RKI-Grafik mit täglich zunehmenden roten Warnfeldern in NRW gibt es inzwischen sogar einen dunkelroten Hotspot. Herne lag am Samstag bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz mit 115,7 an der Spitze in NRW. Auch Wuppertal kratzte mit 98,2 bereits an der 100er-Schwelle. Ein Überblick.

Tickaroo Live Blog Software