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Kanzlerin Merkel schwört Bevölkerung eindringlich auf Kampf gegen Virus ein



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So schützen Sie sich vor dem Coronavirus
Foto: dpa/Arne Dedert

Liveblog Die Corona-Zahlen steigen weiter, erneut melden die Gesundheitsämter einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen binnen eines Tages. Nun meldet sich Kanzlerin Merkel zu Wort und appelliert eindringlich an die Bevölkerung. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • In einem dringlichen Appell macht Kanzlerin Angela Merkel die Dramatik der Lage in der Pandemie deutlich. Sie fordert: Die Menschen sollen auf nicht notwendige Reisen verzichten und die Zahl der Kontakte beschränken.

  • Erneut meldet das Robert Koch-Institut am Samstagmorgen einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen binnen eines Tages: 7830 Menschen haben sich neu mit dem Virus angesteckt.

  • Außenminister Heiko Maas hat mit Blick auf die stark steigenden Fallzahlen die Bereitschaft Deutschlands bekräftigt, wieder Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten aufzunehmen. „Wenn es bei unseren Nachbarn in der Versorgung von Corona-Patienten Engpässe gibt, bieten wir natürlich schnell Hilfe an, wie unsere Kapazitäten dies erlauben“, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Samstag). „Europäisch können wir das jetzt über das neue Frühwarnsystem viel besser koordinieren als im Frühjahr. Auf diese Solidarität setze ich, wenn es ein schwieriger Herbst wird.“ Mehrere Bundesländer haben sich bereits zur Aufnahme von Patienten aus EU-Nachbarstaaten bereiterklärt. So wollen zum Beispiel Kliniken in Nordrhein-Westfalen erneut schwer kranke Covid-19-Patienten aus den Niederlanden versorgen

  • Das Gesundheitssystem in NRW habe noch „sehr viele Kapazitäten“ zur Versorgung Infizierter – auch in der Intensivmedizin, sagte Gesundheitsminister Laumann.

  • In der RKI-Grafik mit täglich zunehmenden roten Warnfeldern in NRW gibt es inzwischen sogar einen dunkelroten Hotspot. Herne lag am Samstag bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz mit 115,7 an der Spitze in NRW. Auch Wuppertal kratzte mit 98,2 bereits an der 100er-Schwelle. Ein Überblick.

  • Jetzt hat sich auch der Generalsekretär der CDU zum Fall Wendler geäußert: Er macht sich Sorgen.

  • Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat die Vielzahl an unterschiedlichen Corona-Bestimmungen in den Ländern als Hindernis für die Pandemie-Bekämpfung kritisiert und eine Vereinheitlichung gefordert. Nötig sei eine “bundeseinheitliche Line”, schrieb Brinkhaus in einem Brief an die CDU/CSU-Abgeordneten, über den die AFP und die Deutsche Presse-Agentur berichteten. “Alles andere ruft momentan nicht nur große Irritation in der Bevölkerung hervor – es verhindert ein konsequentes, gebündeltes Vorgehen gegen Corona.” Der Fraktionschef forderte zudem eine stärkere Einbindung des Parlaments in die Politik zur Pandemiebekämpfung. Der Bundestag sei “genau der richtige Ort, um die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung öffentlich zu diskutieren und auch über den Nachsteuerungsbedarf zu sprechen”, schrieb Brinkhaus an die Abgeordneten.

  • Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts steigender Corona-Neuinfektionen vor einem Versagen der Kontaktnachverfolgung gewarnt. “Wir stehen kurz vor dem Kontrollverlust in einigen Regionen in Deutschland. Das ist hochgefährlich”, sagte Söder der “Passauer Neuen Presse” (Samstagsausgabe). Wenn eine Nachverfolgung nicht mehr möglich sei, müssten Kontakte generell mit strikten Maßnahmen begrenzt werden. “Das wollen wir aber nicht.” Deshalb sei es wichtig, “die Welle noch rechtzeitig zu brechen“, betonte Söder. Die Gesundheitsämter müssten dringend ertüchtigt werden, um die Kontaktverfolgung zu gewährleisten. Indes sei das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots “in dieser Phase kein besonders taugliches Mittel”. Die Menschen sollten “lieber zu Hause bleiben”.

  • Das Kanzleramt will Tausende zusätzliche Helfer rekrutieren, um die Infektionsketten trotz hoher Zahlen nachverfolgen zu können. Lesen Sie hier das ganze Interview:

  • Der Bewerber um den CDU-Parteivorsitz Friedrich Merz hat die Ministerpräsidenten der Länder in der Corona-Pandemie zur Unterstützung der Bundeskanzlerin aufgerufen.

  • In immer mehr Bundesländern wird das umstrittene Beherbergungsverbot zurückgenommen. Jetzt auch in Brandenburg. Dort stoppte es das Oberverwaltungsgericht.

  • Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das Beherbergungsverbot in Brandenburg für Gäste aus Corona-Hotspots zunächst gestoppt. Das Gericht habe zwei Eilanträgen stattgegeben, teilte es am Freitagabend mit.

  • Die belgische Regierung hat einen Teil-Lockdown beschlossen. Von Mitternacht bis 5 Uhr morgens gilt eine Ausgangssperre, Cafés und Restaurants müssen geschlossen bleiben.

  • Die gesamte Führungsriege des Bundesamtes (BfV) für Verfassungsschutz ist mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde am Freitag auf Anfrage. Zunächst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Neben Präsident Thomas Haldenwang wurden demnach auch die beiden Vizechefs sowie einige Mitarbeiter positiv getestet.

  • Spanien ist weiter hart von der Pandemie betroffen. Am Freitag wurden dort über 15.000 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus registriert.

  • In Wermelskirchen ist die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erreicht worden. Damit gelten in der Stadt schärfere Regeln. Eine Übersicht.

  • Auch Krefeld kratzt inzwischen am kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das Krankenhaus Maria-Hilf hat bereits erste Beschränkungen erlassen.

  • In Europa steigen die Corona-Zahlen immer weiter. Deswegen haben viele europäische Länder jetzt strengere Beschränkungen des öffentlichen Lebens verhängt.

  • Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen bieten nach Angaben der Landesregierung derzeit 80 Betten für niederländische Corona-Intensivpatienten an. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Keines davon sei bisher belegt worden, sagt eine Sprecherin auf Anfrage. “Ministerpräsident Armin Laschet hat den europäischen Nachbarn Solidarität und Unterstützung seitens der Landesregierung bei der Aufnahme von Covid-Intensivpatienten zugesagt.”

  • Ein Schüler hatte Unterricht bei einem mit dem Coronavirus infizierten Lehrer. Jetzt soll er in Quarantäne. Und das obwohl der Klassenraum gut belüftet war. Zu Recht, entschied das Verwaltungsgericht Düsseldorf.

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