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Laschet erklärt die weiteren Maßnahmen gegen die Pandemie in NRW



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So schützen Sie sich vor dem Coronavirus
Foto: dpa/Arne Dedert

Liveblog Armin Laschet gibt in einem Pressebriefing ab 15 Uhr einen Überblick über das weitere Vorgehen gegen die Corona-Pandemie in NRW. Indes hat das Berliner Verwaltungsgericht die Sperrstunde in der Hauptstadt gekippt. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Pressekonferenz mit Ministerpräsident Armin Laschet, Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Kommunalministerin Ina Scharrenbach zur aktuellen Corona-Lage und den Beschlüssen im Umgang mit der Pandemie für NRW.

  • Nordrhein-Westfalen will an seinen strengen Kontaktbeschränkungen festhalten. Abweichend von gemäßigteren Empfehlungen der jüngsten Bund-Länder-Konferenz sollen sich in NRW weiterhin nur maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen – unabhängig von der Infektionslage. Das berichtete NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) laut Teilnehmerkreisen am Freitag in einer Video-Schalte mit Oberbürgermeistern und Landräten, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Die Bund-Länder-Einigung vom vergangenen Mittwoch sieht eine Beschränkung auf zehn Personen erst vor, wenn die Zahl der Neuinfektionen in einer Region pro 100.000 Einwohner auf 50 oder mehr innerhalb von sieben Tagen steigt.

  • Auch in Bayern wurde nun das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots gekippt. Ab Samstag gilt diese Regelung in diesem Bundesland ebenfalls nicht mehr.

    Bereits am Donnerstag wurde das Verbot in Baden-Württemberg und Niedersachsen aufgehoben, das Saarland und Sachsen (ab Samstag) zogen nach.

  • Das Ziel sei es, insbesondere die Schwächsten der Gesellschaft zu schützen. Zudem sollen die Infektionszahlen verlangsamt werden.

  • Die jüngsten Entwicklungen mit schnell steigenden Fallzahlen fordern einen schnellen Eingriff, um die Kontrolle über den Verlauf der Pandemie behalten, so Laschet.

  • Der Livestream beginnt damit, dass Armin Laschet betont, wie viel größer der Kenntnisstand über das Coronavirus inzwischen ist. Dennoch gebe es aktuell keinen Anlass, anzunehmen, das Virus sei inzwischen ungefährlicher als zu Beginn der Pandemie.

  • Die EU sagt den China-Gipfel in Berlin ab. Wegen der stark ansteigenden Corona-Infektionen wird das für November angesetzte Treffen nicht stattfinden.

  • Patienten aus anderen EU-Ländern können jetzt auch in deutschen Bundesländern behandelt werden. So sollen niederländische Covid-19-Infizierte in Nordrhein-Westfalen behandelt werden, tschechische in Bayern, Gespräche dafür laufen.

  • Hamburgs Berufsschüler und Schüler an den Oberstufen der allgemeinbildenden Schulen müssen von kommender Woche an auch im Unterricht Mund-Nase-Masken tragen. Zudem sollen die Klassenräume in allen Schulen nach den Herbstferien alle 20 Minuten gelüftet werden, teilte der Senat am Freitag mit.

  • Bei der Bundespolizei befinden sich aktuell mehr als 1100 Beamte in Quarantäne. Unter den 1127 Bundespolizisten in Quarantäne sind 94 mit dem Coronavirus infiziert, wie eine Sprecherin des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam am Freitag bestätigte.

    Die Bundespolizei hat rund 51 000 Mitarbeiter und ist unter anderem für die Sicherheit an Flughäfen und Bahnhöfen zuständig. Aktuell helfen Bundespolizisten vermehrt dabei, die Maskenpflicht in Zügen der Deutschen Bahn durchzusetzen.

  • Hessen plant die Abschaffung des Beherbergungsverbots. Das kündigte die Staatskanzlei in einer Mitteilung vom Freitag an. Die geplante Abschaffung stehe auf der Tagesordnung für eine Sitzung des Corona-Kabinetts am kommenden Montag.

  • Auch Gesundheitsminister Jens Spahn sprach sich auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Familienministerin Giffey dafür aus, dass in Schulen, Kitas, Wirtschaft und Einzelhandel der Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen so lange wie möglich aufrecht erhalten wird.

    Daher betont er, dass diese Betriebe nur bestehen können, wenn sich alle an die AHA L-Regeln halten und insgesamt aufeinander Acht gegeben werde. Spahn sagte weiterhin, dass er aus diesem Grund gerade in (großstädtischen) Hotspots ein Ausschankverbot für Alkohol und Einschränkungen im Freizeitbereich für akzeptabel halte, um essentielle Bereiche wie Beruf, Bildung und Gesundheitssysteme offen halten zu können.

  • Auch das gehört zu den Schutzmaßnahmen in Düsseldorf: Maskenpflicht herrscht auch auf Trödelmärkten.



  • In einer Pressekonferenz teilte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey mit, dass eine flächendeckende Schließung der Kindertagesstätten und -horte nach bisherigem Stand nicht notwendig sei. Eine Studie habe ergeben, dass die Kinder keine Infektionstreiber seien und in den Einrichtungen die Hygienevorgaben sehr ernst genommen würden.

    Punktuelle Schließungen bei tatsächlichen Infektionsfällen seien aktuell die passende Maßnahme. In den vergangenen Monaten sei dies jedoch bei unter einem Prozent der über 56.000 Kindertagesstätten geschehen.

  • Der SDP-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat dazu aufgerufen, den für Mitte November geplanten NRW-Landesparteitag wegen der hohen Corona-Infektionszahlen abzusagen. Der Parteitag könne trotz Hygienekonzept schnell zu einem Superspreading-Event werden. Die Altersstruktur der Delegierten sei hoch, das berge ein enormes Risiko, sagte Lauterbach unserer Redaktion.

    “Der interne Machtkampf um den Parteivorsitz zwischen Sebastian Hartmann und Thomas Kutschaty darf auf keinen Fall zu einer Gesundheitsgefahr für Delegierte und andere Teilnehmer werden.” An diesem Freitagabend hat Hartmann zu einer Videoschalte des Präsidiums und des Vorstandes der NRW-SPD eingeladen, um darüber zu diskutieren, ob der am 14. November in Münster geplante Parteitag mit einer möglichen Kampfkandidatur angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen abgehalten werden kann.

  • Auch Solingen gilt als Hotspot.

  • In Baden-Württemberg gilt ab Montag eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Die Landesregierung teilte mit, dass dies ab Klassenstufe 5 ab einer landesweiten 7-Tage-Inzidenz von über 35 gelte. Bislang galt eine Maskenpflicht nur außerhalb der Unterrichtsräume auf Schulfluren, Aulen oder Toiletten.

    Aktuell liegt die Inzidenz in Baden-Württemberg bei 38 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

  • Das Berliner Verwaltungsgericht hat die wegen der Corona-Pandemie vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Hauptstadt gekippt.

  • In den USA hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen Höchststand seit Mitte August erreicht. Die John Hopkins Universität in Baltimore verzeichnete am Donnerstag (Ortszeit) etwa 63.600 Neuinfektionen und damit rund 4000 mehr als am Vortag. Dabei war der Anstieg besonders stark in Bundesstaaten des Mittleren Westens (wie North und South Dakota sowie Missouri).

    Die bisherige Höchstzahl lag in den USA im Juli bei über 77.300 Neuinfektionen. Insgesamt haben sich in dem 330-Millionen-Einwohner-Land bereits mehr als 7,9 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, etwa 217.700 Menschen starben.

  • Die Nachverfolgung von Infektionsketten gestaltet sich in Nordrhein-Westfalen schwierig. Das geht aus einem Lagebericht des Gesundheitsministeriums hervor: Fast jede zweite Infektion kann nicht vollständig nachverfolgt werden. Woran das liegt und wie es bei Großveranstaltungen, wie etwa Fußballspielen, aussieht:

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