Corona-Newsblog
:
Private Feiern in Corona-Hotspots sollen generell begrenzt werden



Infos
So schützen Sie sich vor dem Coronavirus
Foto: dpa/Arne Dedert

Liveblog Bund und Länder haben über neue Maßnahmen gegen die Corona-Ausbreitung diskutiert. In Regionen mit stark steigenden Zahlen werden wohl private Feiern künftig begrenzt. Auch soll es eine Sperrstunde um 23 Uhr geben. Alle Entwicklungen in unserem Liveblog.

  • In Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen werden private Feiern künftig generell auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt. Zudem soll eine Sperrstunde ab 23 Uhr gelten. Das haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Die Begrenzung gilt bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

    Mehrere Städte mit hohen Zahlen von Corona-Neuinfektionen hatten bereits Sperrstunden verhängt. So müssen in Berlin seit dem vergangenen Wochenende Restaurants, Bars und Kneipen von 23 bis 6 Uhr morgens geschlossen sein. Auch in Bremen gibt es eine solche Regelung.

  • Bund und Länder wollen mit stärkeren Einschränkungen in Corona-Hotspots gegen eine Ausbreitung der Pandemie vorgehen und geben sich eine Zehn-Tages-Frist vor strengeren Maßnahmen. Das geht aus einer Vorlage des Bundes für das Spitzengespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den 16 Ministerpräsidenten der Länder hervor, die auch unserer Redaktion vorliegt. Dabei wird eine abgestufte Reduzierung der Kontaktmöglichkeiten sowie eine verschärfte Maskenpflicht für stark betroffene Regionen empfohlen. Dazu sollen Gebiete ab der Zahl von 35 Neuinfektionen pro 100.000-Einwohnern in sieben Tagen gehören. Ab einer Zahl von 50 pro 100.000 Einwohnern sollen verschärfte Maßnahmen unter anderem auch bei der Schließung von Bars gelten.

  • Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen. Aber vorher zum Corona-Test. Drei unserer Redakteure wollen nächste Woche wegfahren. Hier ihr Erlebnisbericht.

  • Die Forscher suchen noch Probanden.

  • Krefelds Verwaltung reagiert auf die steigenden Corona-Fallzahlen der vergangenen Tage. „Eine entsprechende Allgemeinverfügung ist in Arbeit, spätestens Anfang nächster Woche werden die Verschärfungen greifen“, erklärt Ordnungsdezernent Ulrich Cyprian.

  • Die Zahl der Infizierten ist weiter gestiegen: Der Kreis rechnet damit, dass die 7-Tage-Inzidenz am Freitag den Wert von 35 überschreitet. Das hätte unter anderem eine Verschärfung der Maskenpflicht zur Folge.

  • Aktuell sind nach Angaben der Stadtverwaltung 168 Personen in der Klingenstadt nachgewiesen infiziert. Zum Vergleich: Am Vortag hatte das städtische Gesundheitsamt noch 136 Fälle gemeldet.

  • In den nächsten fünf Jahren könnten wegen der Spätfolgen der Coronavirus-Krise geschätzt 28 Billionen Dollar an globaler Wirtschaftsleistung verloren gehen. Das sagte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, in Washington. Dieses Jahr werde es mit einem Minus der Weltwirtschaft von 4,4 Prozent die schwerste Rezession seit der Großen Depression vor fast 100 Jahren geben. Es gebe aber auch Hoffnung, die Impfstoffentwicklung komme voran und Regierungen sowie Notenbanken leisteten riesige Hilfen für die Wirtschaft. “Die Welt beginnt zu lernen, mit dem Virus zu leben.”

  • Weil in Köln am 11.11. alle öffentlichen Veranstaltungen ausfallen, plant der WDR für den Auftakt der Karnevalssession eine Musik-Show aus dem Studio.

  • Vor dem Hintergrund steigender Corona-Neuinfektionen geht in Deutschland auch wieder die Nachfrage nach Toilettenpapier nach oben. “Aktuell verzeichnen wir in unseren Filialen erstmals wieder einen leichten Anstieg der Nachfrage nach vereinzelten Produkten, darunter auch Toilettenpapier”, erklärte der Discounter Aldi Süd gegenüber der “Wirtschaftswoche”. Der Discounter Lidl bestätigt nach AFP-Informationen ebenfalls eine gestiegene Nachfrage nach Hygieneprodukten.

  • Vier von fünf Deutschen fordern einer Umfrage zufolge ein bundeseinheitliches Bußgeld bei Verstößen gegen die Maskenpflicht. 78 Prozent der Bundesbürger erklärten laut einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der „Augsburger Allgemeinen“, sie würden es bevorzugen, wenn Maskenverweigerer in allen Bundesländern eine gleich hohe Strafe zahlen müssten. Das berichtet der Evangelische Pressedienst.

  • Telefonische Krankschreibungen beim Arzt wegen Erkältungsbeschwerden sollen wegen der Corona-Lage bis Jahresende wieder umfangreicher möglich gemacht werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte am Mittwoch in Berlin einen entsprechenden Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen für Donnerstag an. „Wir wollen natürlich mögliche Infektionen im Gesundheitswesen selbst und in der Arztpraxis bei Grippe sowie bei Corona vermeiden“, sagte Spahn

  • Durch die Verbreitung des Coronavirus ist die Gesundheitsversorgung in den Niederlanden gefährdet. In Amsterdam, Rotterdam und Den Haag mussten die Notaufnahmen von Krankenhäusern bereits zeitweilig geschlossen werden, wie der Leiter des Netzwerkes Akute medizinische Versorgung, Ernst Kuipers, am Mittwoch dem Parlament in Den Haag mitteilte. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Weil alle Betten belegt waren und zu wenig Personal zur Verfügung stand, mussten Erste-Hilfe-Abteilungen für mehrere Stunden schließen und Krankenwagen Patienten in andere Krankenhäuser oder Städte bringen.

  • Eine massive Weiterverbreitung bei den Corona-Fallzahlen ist aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) noch vermeidbar. Er gehe davon aus, dass man in Deutschland das exponentielle Wachstum noch unterdrücken könne, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler laut Deutscher Presse-Agentur am Mittwoch in Berlin. „Aber dafür müssen wir uns auch anstrengen.“ Er halte die derzeitige Situation nicht für gefährlicher als die im Frühjahr.

    Insgesamt sieht Wieler heute im Vergleich zum März viel mehr Erfahrung und Wissen im Umgang mit dem Virus, etwa um die Maßnahmen geschickter einzusetzen und um bei Ausbrüchen schnell zu reagieren. Sollten die Zahlen jedoch weiter steigen, steige aber die Gefahr, mahnte Wieler. Man müsse versuchen, sie klein zu halten. Entscheidend sei das Verhalten der Gesellschaft, das Virus selbst habe sich nicht verändert.

  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will Reuters-Informationen zufolge die bislang kaum genutzten Überbrückungshilfen für kleine und mittlere Unternehmen anpassen und auch verlängern. Neue Elemente solle es für besonders hart von der Pandemie betroffene Branchen geben, also Hotels und Gaststätten, Veranstaltungsunternehmen und Firmen aus der Messe- und Ausstellungswirtschaft, erfuhr Reuters am Mittwoch aus dem CDU-geführten Ministerium. Der Koalitionspartner SPD signalisierte bereits Zustimmung.

  • Die Koalition will Eltern, die ihre Kinder wegen des Coronavirus zu Hause betreuen müssen, zusätzlich entschädigen. Reiserückehrer aus Risikogebieten haben hingegen keinen Anspruch mehr auf Entschädigung.

    https://rp-online.de/panorama/coronavirus/coronavirus-koalition-plant-neue-regeln-fuer-verdienstausfall_aid-54035091@Marcel Jarjour

  • Laut Robert Koch-Institut überschritten am Mittwoch neun Großstädte und vier Kreise mit mehr als 5,6 Millionen Einwohnern die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

  • Der Bund will eine ergänzende Maskenpflicht und eine Sperrstunde in der Gastronomie schon dann einführen, wenn die Zahl der Neuinfektionen 35 pro 100 000 Einwohner in einer Region innerhalb einer Woche überschreitet. Diese Maskenpflicht soll dort eingeführt werden, wo Meschen dichter oder länger zusammenkommen, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf für die Beschlussvorlage der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder am Mittwochnachmittag.

  • Es gibt wieder mehr Corona-Infektionen. Derzeit sind in Mönchengladbach aber nur wenige Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser.

  • Eine bundesweit einheitliche Regelung zum umstrittenen Beherbergungsverbot sieht die Beschlussvorlage nicht vor. Es enthält lediglich eine “eindringliche” Aufforderung von Bund und Ländern an Bürgerinnen und Bürger aus Regionen mit einem Inzidenzwert von mehr als 50, “nicht erforderliche innerdeutsche Reisen zu vermeiden”. Bund und Länder weisen in dem Papier außerdem darauf hin, “dass in der Mehrheit der Bundesländer die Beherbergung für Reisende aus Hotspots einen negativen Test voraussetzt”.

Tickaroo Live Blog Software