Corona-Newsblog
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Söder warnt vor Versagen der Kontaktnachverfolgungg



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So schützen Sie sich vor dem Coronavirus
Foto: dpa/Arne Dedert

Liveblog Die Corona-Zahlen steigen weiter: Erneut melden die Gesundheitsämter einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen binnen eines Tages. Bayerns Ministerpräsident Söder spricht daher eine Warnung aus. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts steigender Corona-Neuinfektionen vor einem Versagen der Kontaktnachverfolgung gewarnt. “Wir stehen kurz vor dem Kontrollverlust in einigen Regionen in Deutschland. Das ist hochgefährlich”, sagte Söder der “Passauer Neuen Presse” (Samstagsausgabe). Wenn eine Nachverfolgung nicht mehr möglich sei, müssten Kontakte generell mit strikten Maßnahmen begrenzt werden. “Das wollen wir aber nicht.” Deshalb sei es wichtig, “die Welle noch rechtzeitig zu brechen“, betonte Söder. Die Gesundheitsämter müssten dringend ertüchtigt werden, um die Kontaktverfolgung zu gewährleisten. Indes sei das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots “in dieser Phase kein besonders taugliches Mittel”. Die Menschen sollten “lieber zu Hause bleiben”.

  • Erneut meldet das Robert Koch-Institut am Samstagmorgen einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen binnen eines Tages: 7830 Menschen haben sich neu mit dem Virus angesteckt.

  • Das Kanzleramt will Tausende zusätzliche Helfer rekrutieren, um die Infektionsketten trotz hoher Zahlen nachverfolgen zu können. Lesen Sie hier das ganze Interview:

  • Der Bewerber um den CDU-Parteivorsitz Friedrich Merz hat die Ministerpräsidenten der Länder in der Corona-Pandemie zur Unterstützung der Bundeskanzlerin aufgerufen.

  • In immer mehr Bundesländern wird das umstrittene Beherbergungsverbot zurückgenommen. Jetzt auch in Brandenburg. Dort stoppte es das Oberverwaltungsgericht.

  • Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das Beherbergungsverbot in Brandenburg für Gäste aus Corona-Hotspots zunächst gestoppt. Das Gericht habe zwei Eilanträgen stattgegeben, teilte es am Freitagabend mit.

  • Die belgische Regierung hat einen Teil-Lockdown beschlossen. Von Mitternacht bis 5 Uhr morgens gilt eine Ausgangssperre, Cafés und Restaurants müssen geschlossen bleiben.

  • Die gesamte Führungsriege des Bundesamtes (BfV) für Verfassungsschutz ist mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde am Freitag auf Anfrage. Zunächst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Neben Präsident Thomas Haldenwang wurden demnach auch die beiden Vizechefs sowie einige Mitarbeiter positiv getestet.

  • Spanien ist weiter hart von der Pandemie betroffen. Am Freitag wurden dort über 15.000 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus registriert.

  • In Wermelskirchen ist die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erreicht worden. Damit gelten in der Stadt schärfere Regeln. Eine Übersicht.

  • Auch Krefeld kratzt inzwischen am kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das Krankenhaus Maria-Hilf hat bereits erste Beschränkungen erlassen.

  • In Europa steigen die Corona-Zahlen immer weiter. Deswegen haben viele europäische Länder jetzt strengere Beschränkungen des öffentlichen Lebens verhängt.

  • Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen bieten nach Angaben der Landesregierung derzeit 80 Betten für niederländische Corona-Intensivpatienten an. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Keines davon sei bisher belegt worden, sagt eine Sprecherin auf Anfrage. “Ministerpräsident Armin Laschet hat den europäischen Nachbarn Solidarität und Unterstützung seitens der Landesregierung bei der Aufnahme von Covid-Intensivpatienten zugesagt.”

  • Ein Schüler hatte Unterricht bei einem mit dem Coronavirus infizierten Lehrer. Jetzt soll er in Quarantäne. Und das obwohl der Klassenraum gut belüftet war. Zu Recht, entschied das Verwaltungsgericht Düsseldorf.

  • In Nordrhein-Westfalen wird für die Gastronomie in allen Kommunen mit hohen Corona-Neuinfektionszahlen eine verpflichtende Sperrstunde zwischen 23 Uhr und 6 Uhr eingeführt. Das hat das Landeskabinett beschlossen. Die Sperrstunde gilt in Kommunen mit 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb sieben Tagen, wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mitteilte.

  • Die Corona-Warn-App wird um ein Symptom-Tagebuch erweitert. Das Ausfüllen ist freiwillig. Außerdem kann die App ab Montag auch in anderen europäischen Ländern verwendet werden. Dann steht sie in den App-Stores von Google und Apple in einer neuen Version zur Verfügung.

  • Das US-Pharmaunternehmen Pfizer könnte eigenen Angaben zufolge im November in den USA eine Notfallzulassung seines Corona-Impfstoffes beantragen. Die Voraussetzung sei, dass die Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit bei der laufenden Erprobung positiv seien, schrieb Pfizer-Chef Albert Bourla.

    Der Impfstoff-Kandidat von Pfizer und Biontech gilt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten im Rennen. Anfang des Monats hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA bestätigt, dass der Wirkstoff in dem sogenannten Rolling-Review-Verfahren für eine Zulassung in Europa geprüft werde.

  • Auch in Köln klagt jetzt ein Gastwirt gegen die Sperrstunde. Der Gastronom richte sich gegen eine Sperrstunde von 1.00 Uhr bis 6.00 Uhr und den in dieser Zeit untersagten Verkauf von alkoholischen Getränken, sagte eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts Köln. Mittlerweile ist für Köln bereits eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr angekündigt worden.

  • Der Berliner Senat will gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts, das die Sperrstunde in der Hauptstadt am Freitag gekippt hat, juristisch vorgehen. Er werde Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gegen die Entscheidung einlegen, teilte eine Senatssprecherin am Freitagnachmittag mit.

  • Das war die Pressekonferenz von Ministerpräsident Laschet, Gesundheitsminister Laumann und Kommunalministerin Scharrenbach. Bei uns finden Sie im Kürze Zusammenfassungen und Artikel zu den neuen Regelungen und Aussagen der Minister.

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