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Coronavirus: Demonstration in Berlin – 18 Polizisten bei Auflösung von Kundgebung verletzt

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Polizeibeamte im Einsatz bei der Demonstration in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung


Polizeibeamte im Einsatz bei der Demonstration in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung


Foto: Carsten Thesing/ imago images/Carsten Thesing

Bei der Auflösung der Kundgebung von Gegnern staatlicher Corona-Auflagen in Berlin sind am Samstag 18 Polizeibeamte verletzt worden. Drei Polizisten mussten im Krankenhaus behandelt werden. Das teilte die Polizei am Morgen über Twitter mit:

Trotz steigender Infektionszahlen hatten Tausende Menschen gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie protestiert. Nach Schätzungen der Polizei schlossen sich bis zu 17.000 Menschen einem Demonstrationszug an, rund 20.000 beteiligten sich anschließend an der Kundgebung.

Weil dort viele Demonstranten weder die Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, begann die Polizei am frühen Abend, die Versammlung aufzulösen. “Aufgrund der Nichteinhaltung der Hygieneregeln wurde eine Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung gefertigt”, twitterte die Polizei. Die Veranstalter erklärten die Demonstration anschließend für beendet. Das Ende des Aufzugs wurde den Teilnehmern laut Polizei per Lautsprechern bekannt gegeben.

Zahlreiche Teilnehmer des Demonstrationszugs bewegten sich daraufhin in Richtung Brandenburger Tor, wo für den Abend eine weitere Kundgebung angemeldet war. Schnell zeichnete sich aber ab, dass diese die angemeldete Zahl von 10.000 Teilnehmern überschreiten wird. Die Berliner Polizei setzte gegen 16.10 Uhr folgenden Tweet ab: “Ehemalige Teilnehmende des beendeten Aufzuges dürfen nur an der Kundgebung am #BrandenburgerTor teilnehmen, wenn sie #MNS tragen und #Abstand halten. Eine Kundgebung ohne #MNS & #Abstand werden unsere Kolleg. nicht zulassen. #Danke für Ihr Verständnis.”

Insgesamt waren laut Polizeiangaben 1100 Beamte im Einsatz.

Harsche Kritik an den Teilnehmern der Demo kam von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. “Ja, Demonstrationen müssen auch in Corona-Zeiten möglich sein. Aber nicht so”, schrieb der CDU-Politiker auf Twitter. Spahn zufolge dienten Abstand, Hygieneregeln und Alltagsmasken dem Schutz aller. Die Pandemie sei nur “mit Vernunft, Ausdauer und Teamgeist” zu meistern. “Je verantwortlicher wir alle im Alltag miteinander umgehen, desto mehr Normalität ist trotz Corona möglich.”

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