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Coronavirus News am Mittwoch: Die wichtigsten Entwicklungen zu Sars-CoV-2 und Covid-19

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Cateringservice apetito im bayerischen Gilching


Cateringservice apetito im bayerischen Gilching

Matthias Balk/ dpa

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6,83 Millionen Menschen waren im April in Kurzarbeit

10:07 Uhr: Es ist die höchste jemals offiziell ermittelte Zahl von Kurzarbeitern in der Bunderepublik: Im April waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 6,83 Millionen Menschen in Deutschland in Kurzarbeit. Im März hatte die Zahl noch bei 2,49 Millionen gelegen, wie die Behörde am Mittwoch in Nürnberg mitteilte.

Den aktuelleren Schätzungen des Ifo-Instituts zufolge ging die Zahl der Kurzarbeiter im Juni aber zurück, nach einem Höchststand im Mai.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni erneut gestiegen. Es waren 40.000 mehr Menschen ohne Job als im Mai. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Insgesamt waren 2.853.000 Menschen arbeitslos gemeldet.

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Erste Ferienflieger aus Deutschland landen auf Kreta

8:28 Uhr: Griechenland hat am Mittwoch alle seine Flughäfen auf den Inseln und in den Ferienregionen des Festlandes für Auslandsflüge geöffnet. Erstmals nach Ausbruch der Corona-Pandemie sind am Vormittag Charterflugzeuge aus Deutschland auf dem Flughafen der griechischen Ferieninsel Kreta gelandet.

Ärzte führen in allen Flughäfen Kontrollen durch. Alle Reisenden nach Griechenland müssen sich mindestens 48 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Ein Algorithmus errechnet, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen, berichtete das Staatsfernsehen (ERT). Wer positiv getestet wird muss dann 14 Tage in eigens für die Coronaepidemie eingerichtete Isolierunterkünfte in Hotels gehen. Die Kosten übernimmt Griechenland. Das Land hat verglichen mit anderen Staaten Europas eine sehr niedrige Coronavirus Infektionsrate.

Mindestens 45 Infizierte in bayerischem Cateringunternehmen

07:46 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch beim Cateringunternehmen apetito in Bayern versuchen die Behörden, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Helfen sollen weitere Tests und die Suche nach Kontaktpersonen der Infizierten in einem Betrieb des Caterers im oberbayerischen Gilching.

Bis Dienstagabend ergab die Reihentestung der Mitarbeiter 45 Fälle. Die Gesundheitsbehörden testen auch Bewohner von Flüchtlingsunterkünften, in denen Mitarbeiter leben. Trotz des neuen Hotspots schloss Landrat Stefan Frey (CSU) einen Lockdown in der Region zunächst aus. “Davon sind wir derzeit weit entfernt.” Der Lockdown in einem Landkreis setze voraus, dass es sich um ein unspezifisches Ausbruchsgeschehen handelt. “Das ist bei uns derzeit nicht der Fall.” Die Infektionsketten seien nachvollziehbar und auf konkrete Gemeinschaftseinrichtungen – Asylunterkünfte und das Unternehmen – begrenzt, sagte Frey.

Das Unternehmen belieferte das LMU Klinikum mit wochentäglich 4800 Patienten- und 1600 Mitarbeiteressen.

USA kaufen weltweite Remdesivir-Bestände auf

4:45 Uhr: Laut Berichten des “Guardian” und anderer Medien haben sich die USA offenbar auf Monate beinahe den kompletten Bestand des Ebola-Medikaments Remdesivir gesichert. Es soll sich um mehr als 500.000 Dosen des Mittels handeln und damit die komplette Produktionskapazität des Herstellers Gilead für den Monat Juli sowie 90 Prozent der Kapazität im August und September.

Demnach steht bis einschließlich September praktisch kein Remdesivir mehr für Behandlungen von Covid-19-Patienten in Europa und dem Rest der Welt zur Verfügung. Zuletzt hatte die EU-Arzneimittelbehörde die Zulassung des Medikaments empfohlen. Eine Studie hatte Ende April gezeigt, dass Remdesivir bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann – von 15 auf elf Tage. Dass auch die Sterblichkeit bei einer Einnahme zurückgeht, ist hingegen noch nicht gesichert.

Regierungskrise in Slowenien wegen Skandals um Schutzausrüstung

03:02 Uhr: In Slowenien ist die Regierung wegen eines Skandals um mutmaßliche Regelverstöße bei der Materialbeschaffung für den Kampf gegen die Corona-Pandemie in schwere Turbulenzen geraten. Der Innenminister trat am Dienstag zurück, der Wirtschaftsminister wurde vorübergehend festgenommen. Die rechtsgerichtete Regierung unter Ministerpräsident Janez Jansa amtiert erst seit Anfang März.

Eine Sondereinheit der Polizei ermittelt zu möglichen Gesetzesverstößen bei der Anschaffung von Schutzkleidung gegen das Coronavirus und Beatmungsgeräten. Dabei wurden am Dienstag mehrere Wohnungen durchsucht.

Laut Berichten slowenischer Medien soll Wirtschaftsminister Zdravko Pocivalsek bei der Beschaffung des medizinischen Materials bestimmte Firmen favorisiert haben, obwohl ihr Material nicht geeignet gewesen sei. Pocivalsek weist die Vorwürfe zurück.

1,4 Millionen Corona-Infizierte und fast 60.000 Tote in Brasilien

00:19 Uhr: In Brasilien sind fast 60.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Die Zahl stieg binnen eines Tages um 1280 auf 59.594, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Die Zahl der Infektionsfälle legte um 33.846 auf über 1,4 Millionen zu.