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Deutscher Buchpreis 2020: Thomas Hettche auf der Shortlist

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit 2005 jährlich den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Die Jury hat aus den 20 Titeln der Longlist sechs Titel ausgewählt, unter denen sie den Preisträger auswählen wird. Auf der Shortlist stehen:

  • Bov Bjerg, Serpentinen (Claassen, Januar 2020) – Lesen Sie hier ein Porträt)

  • Dorothee Elmiger, Aus der Zuckerfabrik (Carl Hanser, August 2020)

  • Thomas Hettche, Herzfaden (Kiepenheuer & Witsch, September 2020)

  • Deniz Ohde, Streulicht (Suhrkamp, August 2020)

  • Anne Weber, Annette, ein Heldinnenepos (Matthes & Seitz Berlin, Februar 2020)

  • Christine Wunnicke, Die Dame mit der bemalten Hand (Berenberg, August 2020)

Der Sieger wird am Vorabend der Frankfurter Buchmesse verkündet, am 12. Oktober – auch wenn die Messe selbst ohne Aussteller stattfinden wird. Die Preisverleihung wird in diesem Jahr als Livestream gesendet aus dem Kaisersaal des Frankfurter Römer gesendet.

Einen Rekord hat das Jahr 2020 schon gebrochen: Für den Deutschen Buchpreis wurden nach Angaben des Börsenvereins so viele Titel wie nie zuvor eingereicht. 120 deutschsprachige Verlage schickten insgesamt 187 Bücher ins Rennen. Jurysprecherin dieses Jahres ist Hanna Engelmeier vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen.

Engelmeier sagte über die sechs Romane, sie hätten die Jury “durch ihre sprachliche Ausdruckskraft und formale Innovation überzeugt”, dokumentierten “zugleich aber auch auf besonders kluge Weise politische Dringlichkeit”. Die Jurysprecherin weiter: “Einige schöpfen aus unerwarteten Quellen oder wenden sich historischen Stoffen zu, um darüber zu großen, allgemeingültigen Fragen zu gelangen. Die Shortlist trägt zugleich hervorragenden Titeln Rechnung, die sich biografischen und zeitgenössischen Themen auf überraschende Weise widmen.”

Der Preis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert: Der Sieger erhält 25.000 Euro, die übrigen Autoren der Shortlist jeweils 2500 Euro. 2019 ging der Preis an  Saša Stanišić für “Herkunft”.

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