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DFB-Pokal: Hertha BSC scheitert spektakulär an Eintracht Braunschweig

Hertha BSC ist in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Gegen den Zweitligaaufsteiger Eintracht Braunschweig verloren die Berliner 4:5 (2:3). Für Hertha trafen Dodi Lukébakio (23. und 83. Minute), Matheus Cunha (29.) und Peter Pekarik (65.), die Braunschweiger Tore erzielten Martin Kobylanski (2., 44. und 66.), der Hertha-Profi Maximilian Mittelstädt per Eigentor (17.) und Suleiman Abdullahi (73.).

Nur 63 Sekunden dauerte es, bis der Außenseiter gegen Hertha BSC in Führung ging. Kobylanski, der Eintracht-Topscorer der vergangenen Saison, trat zu einem Freistoß aus etwa 20 Metern und zentraler Position an und führte diesen flach aus. Mit viel Wucht und einem Aufsetzer kurz vor dem Tor war der Schuss in die linke Ecke für Hertha-Torwart Alexander Schwolow nicht zu halten (2.).

Nach einem Eckball in der 14. Minute landete der Ball vor den Füßen Matthew Leckies, der wohl ausgeglichen hätte, doch ein Braunschweiger Fuß war noch dazwischen. Stattdessen erhöhten die Gastgeber auf 2:0, wobei sie nach einer Ecke Glück hatten. Jannis Nikolaou setzte sich in der Luft durch, sein Kopfball prallte von Mittelstädts Schädel unhaltbar ins Tor (17.).

Doch Hertha kam schnell zurück: Der Anschlusstreffer fiel ebenfalls nach einem Eckstoß. Matheus Cunha flankte den Ball in den Strafraum, wo kein Braunschwieger Lukébakios 1:2 per Kopf verhindern konnte (23.). Nur sechs Minuten später gelang Cunha vom linken Flügel aus der Ausgleich. Nach einem Steilpass von Leckie schloss der Brasilianer aus spitzem Winkel mit der rechten Innenseite in die lange Ecke ab (29.).

Immer wieder Kobylanski

In den erneuten Rückstand gerieten die Berliner noch vor der Halbzeit, weil Yassin Ben Balla von Karim Rekik im Strafraum unfair zu Boden gebracht wurde. Den fälligen Elfmeter von Kobylanski hielt Schwolow zunächst, doch der Eintracht-Kapitän war zuerst am Ball und grätschte den Abpraller über die Linie (44.).

Im zweiten Durchgang kam Hertha dem 3:3 mehrmals sehr nahe, doch Leckie scheiterte an Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic (58.) und Cunha am Pfosten (58.). Erst als Cunha nach einem erfolgreichen Dribbling im Strafraum scharf vor das Tor spielte, grätschte Peter Pekarik in der Mitte den Ball ins Tor (65.). Doch erneut war es Kobylanski, der Braunschweig wieder nach vorne brachte: Nach Vorarbeit von Kaufmann erzielte der 26-Jährige per Direktschuss das 4:3 (67.). Abdullahi erhöhte mit seinem Schuss zum 5:3 (73.). Doch Hertha kam noch mal. Mehr als der Anschlusstreffer zum 4:5 durch Lukébakio gelang dem Favoriten aber nicht mehr.

Mainz 05 hatte ebenfalls Probleme in der ersten Runde, wenngleich nicht so schlimm wie Hertha. Gegen den TSV Havelse, einen Regionalligisten, lag der FSV lange zurück, ehe er in der Schlussphase das Spiel für sich entschied. Am Ende stand es sogar 5:1 (0:1) für Mainz, die Tore erzielten Jean-Philipp Mateta (57., 79. und 90.), Adam Szalai (77.) und Robin Quaison (86.). Für den Außenseiter hatte Noah Plume in der 17. Minute getroffen.

Havelse startete ungestüm in die Partie gegen den Bundesligisten. Zunächst gab es zwei Gelbe Karten innerhalb ebenso vielen Minuten, wenig später musste Mittelfeldspieler Deniz Cicek nach einem Zusammenprall mit Mainz’ Ridle Baku ausgewechselt werden. Trotzdem war es der Regionalligist, der das erste Tor der Partie erzielte. Ein Steilpass auf der linken Seite hebelte die Mainzer Abwehr aus, woraufhin Kevin Schumacher viel Zeit hatte. Diese nutzte er für einen Querpass in den Rückraum, wo Plume nur einschieben musste (17.).

Mateta trifft dreifach

Kurz nach Wiederanpfiff verhinderte Mainz-Torhüter Robin Zentner mit einer überragenden Parade den zweiten Gegentreffer. Yannick Jaeschke hatte von der rechten Strafraumecke abgezogen (50.). Wenig später kam der Erstligist nach einem guten Steilpass von Jean-Paul Boëtius zum 1:1. Auf der rechten Seite gewann Mateta das Duell gegen Niklas Tasky und traf mit einem strammen Flachschuss ins lange Eck (57.). Mainz erhöhte anschließend den Druck, einen zweiten Treffer durch Mateta verhinderte Havelse-Torhüter Norman Quindt (59.) zunächst.

In der Schlussviertelstunde wurde es dann doch noch deutlich: Zunächst traf Szalai nach einer Freistoßflanke von Daniel Brosinski per Kopf (77.), kurz darauf brachte Mateta mit seinem zweiten Treffer die Entscheidung, ehe Quaison mit dem nächsten Kopfball auf 4:1 erhöhte (86.). Mateta schoss sogar noch sein drittes Tor (90.)

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