Die aktuellen Risikogebiete
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Diese NRW-Städte haben die höchsten Corona-Zahlen



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So schützen Sie sich vor dem Coronavirus
Foto: dpa/Arne Dedert

Düsseldorf Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen stark. In Nordrhein-Westfalen gibt es immer mehr Hotspots – Düsseldorf zählt dazu, Leverkusen – und nun auch der Kreis Mettmann. Ein Überblick, welche Städte in NRW derzeit besonders betroffen sind.

Nordrhein-Westfalen hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer. In 14 NRW-Städten liegt die Sieben-Tage-Inzidenz (also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) derzeit über 50 (Stand: 14. Oktober 2020). Bei Werten ab 50 müssen die Behörden in NRW zwingend weitergehende Regeln für das öffentliche Leben erlassen. Zudem gelten Einschränkungen für Reisen Kostenpflichtiger Inhalt in die meisten Bundesländer.

  • Duisburg: Am Mittwochgmorgen lag die Inzidenz laut RKI bei 55,5 in der Stadt.
  • Düsseldorf: Die Stadt Düsseldorf gilt seit dem 13. Oktober als Risikogebiet und hat am Mittwoch einen gestiegenen Inzidenzwert von 55,64. Gastronomen müssen fortan ab 1 Uhr schließen, in der Öffentlichkeit dürfen sich maximal fünf Personen treffen. Innerhalb weniger Tage ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Düsseldorf in die Höhe geschossen. Am 4. Oktober lag der Wert bei 28, nur acht Tage später knackte er die 50er Marke. Zwar gebe es kleinere Hotspots, die den Anstieg zum Teil erklären könnten, sagte Klaus Göbels, Leiter des Gesundheitsamtes. Zum Beispiel im Luisenheim in Eller, wo mehr als 30 Mitarbeiter und Bewohner an Covid-19 erkrankten. Eine Bewohnerin mit Vorerkrankungen ist gestorben, ein Wohnbereich wurde vollständig abgeriegelt. Zudem sei eine Familienfeier in Düsseldorf bekannt, bei der es eine „gewisse Häufung“ gegeben habe. Göbels betont aber immer wieder, dass der Großteil der Infektionen nicht auf bestimmte Hotspots zurückzuführen, sondern in der breiten Masse zu suchen sei. So sprach er davon, dass auch das schlechte Wetter seinen Anteil an dem Infektionsgeschehen habe. Bei Regen und Kälte ziehe es mehr Leute in Innenräume, Restaurants und Kneipen, wo das Risiko einer Infektion höher sei als an der frischen Luft.
  • Essen Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Ruhrgebietsmetropole stieg am Mittwoch wieder auf 51,1 Infektionen pro 100.000 Einwohner.
  • Hagen In Hagen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 56,2. Auch dort gelten verschärfte Corona-Regeln.
  • Hamm Die Stadt meldet die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 66,1. Bereits seit Ende September gelten in der Stadt verschärfte Corona-Regeln, unter anderem müssen Schüler und Lehrer an weiterführenden Schulen im Unterricht wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann. Als Auslöser für den Corona-Ausbruch in Hamm gilt eine Großhochzeit, die nach Erkenntnissen der Behörden mehr als 200 Infektionen nach sich gezogen hat.
  • Herne Es gab in den vergangenen Tagen einen massiven Anstieg: Die Ruhrgebietsstadt kommt nun auf einen Wert von 95,2.
  • Köln In der Millionenstadt am Rhein stieg die Sieben-Tage-Inzidenz zu Mittwoch auf 70,4. Es gilt unter anderem eine Maskenpflicht.
  • Kreis Olpe: Auch hier ist die Inzidenz in den vergangen sieben Tagen gestiegen und lag bei 53,57.
  • Leverkusen Die Stadt fällt seit Dienstagmorgen in die Kategorie Risikogebiet. Am Mittwoch stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 67,8. Seit Donnerstag müssen die Bürger auf öffentlichen Veranstaltungen wie Kino und Theater auch auf ihrem Sitzplatz Masken tragen.
  • Kreis Mettmann Seit Mittwoch liegt die Zahl bei 54,4. Damit gelten Erkrath, Haan, Heiligenhaus, Hilden, Langenfeld, Mettmann, Monheim, Ratingen, Velbert und Wülfrath als Risikogebiet mit höheren Auflagen.
  • Recklinghausen Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis lag Mittwochfrüh bei einem Wert von 70,7.
  • Solingen Auch Solingen hat den kritischen Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten. Der Wert stieg am Mittwoch auf 84,7. Dabei ist das Infektionsgeschehen nach Angaben aus dem Rathaus weiterhin diffus. „Die Menschen stecken sich in ihrem Alltag an: in ihren Familien, im Verein, beim Friseur. Hotspots gibt es nicht“, sagte eine Stadtsprecherin, die parallel von einer Reihe von Infektionen berichtete, die sich offenbar kurz vor Beginn der Herbstferien in verschiedenen Schulen ereignet hatten.
  • Unna Unna verzeichnete am Mittwochmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 54,5.
  • Wuppertal Auch Wuppertal hat die 50er-Marke überschritten. Seit Ende September seien die Zahlen in Wuppertal gestiegen. Als ein zentrales Ereignis werde dabei eine Garagenparty von Studenten gesehen, bei der mehr als 50 Personen gefeiert hätten. Der Wert lag hier am Mittwoch bei 63,4.

Folgende NRW-Städte liegen knapp unter Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage:

In ganz NRW wurden dem RKI in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 7.446 neue Fälle gemeldet. Pro 100.000 Einwohner in NRW wurden somit in der vergangenen Woche 42,1 Neuinfektionen bekannt.