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Familie Reimann: “120 Milliarden, diesen Wert wollen wir erneut vervierfachen”

Peter Harf galt lange als der Midas unter den deutschen Managern und Investoren. Unter seiner Ägide bauten die Reimanns ein stattliches Vermögen auf, mit dem dem Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser (Calgon, Sagrotan, Clearasil) und dem Kosmetik-und-Parfüm-Hersteller Coty (Chloé, Calvin Klein, Davidoff).

Ab 2012 ging Harf im Kaffeegeschäft auf Einkaufstour. Für mehr als 30 Milliarden Euro schuf er binnen acht Jahren das zweitgrößte Kaffeereich der Welt, mit Marken wie Jacobs, Senseo und Tassimo. 2015 fädelte Harf die Übernahme der Haarpflegefirma Wella und weiterer Marken des US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble für 12,5 Milliarden Dollar ein, um sie mit Coty zu verschmelzen. Die Integration gestaltete sich schwierig, mittlerweile hat Harf die Mehrheit an Wella an den Finanzinvestor KKR weitergereicht.

Eigentlich wollte Harf mit 65 aufhören, verlängerte als Chairman der Reimann-Familienholding JAB aber immer wieder. Nach vielen Chefwechseln übernahm er bei Coty zuletzt sogar selbst die operative Führung.