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Freudenberg: Ermittlungen gegen Fest-Verantwortlichen aufgenommen

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Nach der Explosion einer riesigen Bratpfanne auf einem Dorffest mit zwei Toten ermittelt die Polizei gegen einen Verantwortlichen des örtlichen Heimatvereins. Im Raum steht der Vorwurf der fahrlässigen Tötung, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der Beschuldigte soll während des Fests auf eine Veränderung an der Pfanne hingewiesen worden sein, die später zu der Explosion führte. Er hatte das Gerät aber nicht aus dem Betrieb genommen.

Der Mann sei ein Verantwortlicher für das Fest in Freudenberg im Siegerland im vergangenen gewesen, bei dem das Unglück geschah. Mittlerweile lägen Gutachten vor, die die Ereignisse rekonstruierten.

Am 8. September 2019 war auf dem Backesfest im Siegerland eine große Bratpfanne explodiert. Kurz danach starb eine 67-Jährige. 14 Menschen wurden bei der Explosion an einem Grillstand im Freudenberger Ortsteil Alchen verletzt, auch eine 31-Jährige erlag ihren Verletzungen.

Die Explosion der Pfanne auf dem Brauchtumsfest wurde den Angaben zufolge von einer Verkettung verschiedener Umstände ausgelöst. Bei dem Gerät habe es sich um eine selbstgebaute Brat-Konstruktion gehandelt, die schon seit Jahrzehnten im Besitz des Heimat- und Verschönerungsvereins Alchen gewesen sei.

Der Bräter wölbte sich, im Boden entstanden Löcher

In einem Hohlraum zwischen Boden und Deckel war demnach Öl eingeschlossen, das beim Erhitzen zu einer gleichmäßigen Wärmeverteilung führen sollte. Boden und Deckel wiederum waren durch Metallstreben miteinander verschweißt. Zum Druckausgleich gab es ein Ventil.

Ein Problem: Dem Alter der Konstruktion entsprechend war auch das Öl gealtert und sein Siedepunkt dadurch gesunken. Es dehnte sich bereits bei geringerer Wärme stark aus. Das Ventil zum Druckausgleich war zudem geschlossen. Beim Erhitzen wölbte sich der Bräter, im Boden entstanden mehrere Löcher. Durch diese spritzte heißes Öl auf die offene Flamme eines Gasbrenners. Die Folge: Eine Explosion.

Zwei Frauen starben, mehrere Menschen wurden auch noch schwer verletzt. Nach Erkenntnissen der Ermittler hatten Beteiligte sogar bemerkt, dass irgendetwas mit der Bratpfanne nicht stimmte. Als sie sich wölbte, sei ein Verantwortlicher des Festes informiert worden, der sich mit ihrer Funktionsweise ausgekannt habe. Der Mann habe aber nur die Energiezufuhr reduziert, so die Staatsanwaltschaft. Der Betrieb sei weiter gelaufen. Gegen diesen Mann werde nun ermittelt.

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