Kommunalwahl in NRW
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CDU laut Prognose mit 36 Prozent stärkste Kraft, SPD verliert, Grüne gewinnen



Stimmenabgabe im Wahllokal. (Symbolbild)
Foto: dpa/Ina Fassbender

Liveblog Düsseldorf Die CDU hat nach einer ersten Prognose die Kommunalwahlen in NRW mit 36 Prozent gewonnen. Die SPD liegt mit 23,5 Prozent auf Platz zwei. Die Grünen erreichen 19 Prozent. Landesweit werden die neuen Stadträte und Kreistage sowie Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte gewählt. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Die erste Prognose von Infratest dimap zur Kommunalwahl in NRW liegt vor (Stand 18 Uhr): Die CDU kommt auf 36 Prozent der Stimmen. Dahinter liegen die SPD (23,5 Prozent) und die Grünen (19 Prozent). Die Linke liegt demnach bei 4 Prozent, die FDP bei 4,5 Prozent. Die AfD bekommt laut Infratest 6 Prozent der Stimmen.

  • In Köln deutet sich eine Stichwahl zwischen Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) und ihrem SPD-Herausforderer Andreas Kossiski an. Reker erhielt nach einer Prognose des WDR am Sonntag 48,5 Prozent der Stimmen – damit hätte sie die absolute Mehrheit knapp verfehlt. Kossiski erhielt der Prognose zufolge 24 Prozent der Stimmen, Jörg Detjen von der Linken 7 Prozent.

    Reker ist seit 2015 im Amt. Die parteilose Politikerin wurde bei der Wahl von der CDU und den Grünen unterstützt. Die FDP, die die Kandidatur beim ersten Mal ebenfalls unterstützt hatte, war nicht mehr an ihrer Seite. Befragungen vor der Wahl hatten angedeutet, dass Reker womöglich schon im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen könnte.

  • Die CDU hat nach einer Prognose des WDR-Fernsehens die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen gewonnen. Die Christdemokraten kommen demnach auf 36 Prozent. Das ist etwas weniger als bei der Wahl 2014, als die CDU 37,5 Prozent erreichte.

    Die SPD erlitt starke Verluste. Sie landete aber mit 23,5 Prozent noch auf dem zweiten Platz vor den Grünen. Vor fünf Jahren hatten die Sozialdemokraten noch gut 31 Prozent erreicht. Die Grünen konnten stark zulegen. Laut Prognose liegen sie mit 19 Prozent auf Platz drei. 2014 hatten sie bei 11,7 Prozent der Stimmen erhalten.

    Die AfD verbessert sich der Prognose zufolge auf 6 Prozent, nachdem sie 2014 mit 2,6 Prozent nur eine kleine Rolle gespielt hatte. Für die FDP stimmten laut Prognose 4,5 Prozent. Das entspricht ungefähr dem Ergebnis von 2014. Die Linke liegt mit 4 Prozent etwas unter dem Ergebnis von 2014, als sie 4,7 Prozent erreicht hatte.

    Die Wahlbeteiligung lag mit 51,5 Prozent etwas über der Beteiligung von 2014 (50 Prozent).

  • Aufregung in Bochum: Wie die “WAZ” berichtet, ist das Wahllokal am Neuen Gymnasium in Bochum-Wiemelhausen am Nachmittag wegen eines verdächtigen Gegenstandes geräumt worden. Das bestätigt die Polizei auf Nachfrage. Es soll sich um einen „harten“ Gegenstand im Wahlbrief in einer Wahlurne handeln. In einem anderen Wahlbrief im Briefwahlzentrum an der Hans-Böckler-Schule ist ein weiterer verdächtiger Brief entdeckt worden. Beide Gebäude wurden evakuiert. Sprengstoffexperten sollen klären, ob die Gegenstände gefährlich sind.

  • Bei den Kommunalwahlen in NRW sind in einem Wahllokal in Lünen am Vormittag zweieinhalb Stunden lang keine Stimmzettel für die Landratswahl ausgehändigt worden. Wie der Kreis Unna am Sonntag mitteilte, gab es zwischen 8.00 Uhr und 10.30 Uhr keine Stimmzettel. Betroffen davon waren rund 150 Wähler. Nachdem der Fehler bemerkt worden sei, sei den nachfolgenden Wählern des Wahllokals die korrekte Anzahl von Stimmzetteln ausgehändigt worden. Nach Abstimmung mit der Landeswahlleitung entschied die Kreiswahlleitung, die Stimmabgabe in dem Wahllokal weiterlaufen zu lassen. Ob und in welchem Umfang gegebenenfalls nachgewählt werden muss, will die Kreiswahlleitung später entscheiden. Wie es zu der Panne kommen konnte, wurde zunächst nicht bekannt.

  • Übrigens: Wer um 18 Uhr in einer Warteschlange vor einem Wahllokal ansteht, darf nach Auskunft des Innenministeriums noch seine Stimme abgeben. „Es dürfen alle, die bis zu dem Zeitpunkt angestanden haben, noch ihre Stimme abgeben“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Im Prinzip müsste der jeweilige Wahlvorstand um 18 Uhr vor die Tür gehen und feststellen, wer zu dem Zeitpunkt dort wartet. Vor einigen Wahllokalen beispielsweise in Dortmund standen nach Beobachtung von dpa-Fotografen gegen 17.30 Uhr noch zahlreiche Wähler an, um ihre Stimme abzugeben.

  • Auch der Düsseldorfer Oberbürgermeister-Kandidat Stefan Engstfeld (Die Grünen) gab am Sonntag seine Stimme ab.

  • Eine echt aussehende Soft-Air-Pistole hat in Köln nicht nur zur Festnahme eines 25-Jährigen geführt. Der Mann hatte seiner Lebensgefährtin während eines Video-Telefonats die Waffe an den Kopf gehalten. Für die Dauer des Einsatzes konnte ein Wahllokal in einer Schule im abgesperrten Bereich nicht betreten werden.

  • „Uns liegen Meldungen vor, dass die Wähler zum Teil 90 Minuten angestanden haben“, berichtet der Neusser CDU-Parteichef Jürgen Brautmeier. Deshalb wurden in etwa jedem vierten Wahllokal eine dritte Kabine aufgestellt.



  • Auch Kollegin Denisa Richters berichtet übers Schlangestehen für die Stimmabgabe – in der Comenius-Schule im Mönchengladbacher Stadtteil Bonnenbroich-Geneicken kam es zu zu längeren Wartezeiten.

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