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Kremlkritiker geht es besser: Alexej Nawalny kann Bett zeitweise verlassen


Kremlkritiker geht es besser
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Alexej Nawalny kann Bett zeitweise verlassen



Alexej Nawalny im Februar 2020 in Moskau.
Foto: dpa/Pavel Golovkin

Berlin Rund drei Wochen nach seiner Einlieferung in die Berliner Charité ist der vergiftete russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny weiter auf dem Weg der Besserung. Der 44-Jährige ist inzwischen “vollständig von der maschinellen Beatmung entwöhnt” worden.

Das teilte die Universitätsklinik am Montag mit. Er werde “zunehmend mobilisiert” und könne “das Krankenbett bereits zeitweise verlassen”.

Nawalny wird seit dem 22. August in der Charité behandelt, nachdem er zwei Tage zuvor während eines Flugs in Russland zusammengebrochen war. Nach Angaben der Bundesregierung wurde Nawalny “zweifelsfrei” mit einem chemischen Nervenkampfstoff aus der sogenannten Nowitschok-Gruppe vergiftet.

Zwei weitere Speziallabore in Frankreich und Schweden haben einen Nervengift-Kampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe als Ursache für Nawalnys Vergiftung festgestellt. Dies teilte die Bundesregierung am Montag mit. Weiter hieß es, dass Deutschland die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) eingeschaltet habe. Deren Experten haben demnach ebenfalls Proben von Nawalny entnommen, die nun durch Referenzlabore untersucht werden sollen.

Das Gift war in den 70er Jahren von sowjetischen Wissenschaftlern entwickelt worden. Moskau weist jede Schuld am Gesundheitszustand des prominenten Kritikers von Staatschef Wladimir Putin zurück. Nawalnys Vergiftung führte zu schweren diplomatischen Spannungen zwischen Berlin und Moskau.