Laschet in Landespressekonferenz
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„Hatten einiges zu Beginn der Pandemie nicht auf dem Schirm“



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Foto: dpa/Marijan Murat

Liveblog Am Dienstag stellt sich Armin Laschet in der Landespressekonferenz Fragen zur Coronakrise. Die aktuellen Regelungen der Coronaschutzverordnung in NRW werden um weitere zwei Wochen verlängert. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Um 10.30 Uhr ist NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zu Gast in der Landespressekonferenz. Die wichtigsten Aussagen gibt es hier im Liveticker.

  • Der Hausärzteverband kritisiert beim Thema Corona-Tests eine Verunsicherung von Patienten und Ärzten durch die bundesweit unheitlichen Regelungen. Er fordert eine „nationale Strategie“. Die von Bayerns Ministerpräsident Söder angekündigten Tests für alle stoßen bei den Ärzten auf Kritik.

  • Die Zahlen hierzulande seien derzeit im Griff, so Laschet. Nun gehe es darum, die Zahlen auch unter Kontrolle zu haben, wenn die Menschen aus den Urlaubsländern wieder in die Heimat zurückkehren.

  • “Wir werden im Länderkreis noch einmal darüber sprechen, wie wir bei einer weiteren Pandemie umgehen.”

  • Jetzt listet Laschet auf, welche Maßnahmen durch das Konjunkturpaket auf den Weg gebracht werden. Auch in Sachen Kultur soll es weitere Hilfe geben. “Die Kulturszene ist unmittelbar auch in der Existenz.” Morgen soll ein Kulturgipfel mit Teilnehmern aus der Branche stattfinden.

  • “Es ist gut, dass der Bund ein großes Konjunkturpaket auf den Weg. Für uns ist auch etwas dabei. Den Kommunen brechen die Einnahmen weg und die Ausgaben steigen, zum Beispiel durch die Zahlung von Arbeitslosengeld”.

  • Er wundere sich, wie seine politische Konkurrenten damit umgehen und “mit Schnellschüssen agieren und die Grundrechtsfrage nicht einbeziehen”.

  • Laschet bezeichnet die Quarantäne für die Menschen im Kreis Gütersloh als historischen Moment. Es zeige, unter welch hohem Druck die Entscheider bei der gestanden hätten. “Wenn 600.000 Menschen in einen Lockdown geschickt werden, erwarte ich, dass sich Zeit für die Entscheidung genommen wird”

  • “Es gab einiges, was wir zu Beginn nicht auf dem Schirm hatten”, sagt Laschet und nennt zum Beispiel benachteiligte Kinder. Familien, die durch die Corona-Krise isoliert sind. “Wenn das öffentliche Leben stirbt und Tafeln zum Beispiel nicht mehr da sind”. Alle diese Frage hätten viel zu wenig stattgefunden, als über Infektionswerte gesprochen, aber nicht über die menschlichen Dinge diskutiert worden seien, betont der Ministerpräsident.

  • “Wir müssen mit der Pandemie leben, bis ein Impfstoff gefunden ist. Deshalb leben wir in einer Ungewissheit, bis ein Impfstoff vorhanden ist.”

  • Es sei gelungen, die schlimmsten Folgen der Pandemie abzumildern. “Aber wir müssen Tag für Tag wachsam sein, wie uns der Fall in Gütersloh zeigt”.

  • Unser Ziel in der Krise war, die Kurve zu erst flach zu halten, damit sie nicht exponentiell ansteigt, wie wir das vorher erlebt haben”, sagt Laschet.

  • Die Corona-Krise bedrohe die Europäische Union und spalte die Leute, sagt Laschet. In der Krise “haben wir einen Rückfall in nationale Interessen erlebt”, so der Ministerpräsident weiter. “Es ist eine spannende Zeit”.

  • Droht uns eine weitere Pandemie? Die Hauptsorge der Wissenschaftler ist, dass das neuartige Schweinevirus von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

  • Bis zu 30.000 Menschen möchte Markus Söder täglich in Bayern testen lassen. Kommen die Massentests bald auch in anderen Bundesländern?

  • Ein Foto, auf dem Angela Merkel Maske trägt? Warum gibt es das nicht? Beim Auftritt mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf Schloss Meseberg antwortete die Kanzlerin pragmatisch auf diese Frage.

  • Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies und dem anschließenden regionalen Lockdown gab es am Nachmittag gleich mehrere Nachrichten auf einer Pressekonferenz – für die Kreise Gütersloh und Warendorf, aber auch für ganz NRW. Die Zusammenfassung im Podcast.

  • Griechenland-Touristen müssen sich ab Mittwoch auf ein kompliziertes Einreiseverfahren einstellen. Ob ein Urlauber sich in vorsorgliche Quarantäne begeben muss, steht erst bei der Einreise fest.

  • Die aktuellen Regelungen der Coronaschutzverordnung in NRW werden um weitere zwei Wochen bis mindestens zum 15. Juli 2020 verlängert. Dies gab die Landesregierung am Montag bekannt.

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