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Nach dem 2:1 in Zwickau: KFC feiert mühsamen ersten Saisonsieg


Nach dem 2:1 in Zwickau
:
KFC feiert mühsamen ersten Saisonsieg



Christian Kinsombi ( KFC Uerdingen ) trifft zum 2:1 gegen Uerdingen.
Foto: BRAUER-Fotoagentur/Stefan Brauer

Zwickau Die Uerdinger profitieren in Zwickau auch von einer frühen Roten Karte gegen die Gastgeber. Dennnoch tut sich der KFC lange schwer. Am Ende steht aber der erste Liga-Erfolg in der neuen Saison.

Am fünften Spieltag hat es endlich geklappt. Dank eines 2:1 (2:1) Sieges beim FSV Zwickau kann sich der KFC Uerdingen über seinen ersten Sieg in der Drittligasaison 2020/21 freuen. Dabei profitierten die Blau-Roten davon, 85 Minuten in Überzahl zu spielen.

Als sich der KFC-Tross am Freitagmorgen um 11:30 Uhr auf die 560 Kilometer weite Reise nach Zwickau aufmachte, saßen auch Kapitän Assani Lukimya und der pfeilschnelle Stürmer Osayamen Osawe mit im Bus. Nach ihren Verletzungen hatten beide unter der Woche die eine oder andere Trainingseinheit absolvieren können, so dass sich Trainer Stefan Krämer entschloss, sie für einen Einsatz einzuplanen. Lukimya stand dann auch gleich in der Auflaufelf. „Bei 17 neuen Spielern, die im Sommer kamen, bin ich froh, dass der Kopf unserer Abwehr wieder zurück ist“, freute sich der Trainer. Osawe saß 90 Minuten auf der Bank. Krämer wollte nichts unversucht lassen, um im fünften Saisonspiel den ersten Saisonsieg einzufahren.

Das Spiel selbst begann mit einem Aufreger, denn in der bereits vierten Spielminute sah Zwickaus Maurice Hehne die Rote Karte. Schiedsrichter Tobias Schultes ahndete ein gestrecktes Bein gegen Christian Dorda, der kurze Zeit später verletzt ausgewechselt werden musste. Doch trotz der nummerischen Unterzahl waren es die Gastgeber, die in der 16. Minute mit 1:0 in Führung gingen. Eine von Davy Frick scharf auf den kurzen Pfosten gezogene Ecke rutschte Stefan Velkov über den Kopf, der Ball senkte sich im langen Eck ins Tor. Doch noch vor der Pause vermochte der KFC seinen zahlenmäßigen Vorteil in Tore umzumünzen. Zunächst traf Kolja Pusch aus 20 Metern zum 1:1 (30.) und noch vor dem Pausenpfiff staubte Muhammed Kiprit zur 2:1 Halbzeitführung (41.) ab. Und beinahe wäre sogar noch das 3:1 gefallen, doch ein Freistoß von Pusch klatschte nur an Pfosten – wenn auch im leeren Stadion laut hörbar.

In den zweiten 45 Minuten plätscherte die Partie im Zwickauer Nieselregen vor sich hin. Der KFC drängte nicht mit Macht auf das spielentscheidende dritte Tor, vielmehr kam Zwickau noch zu der einen oder anderen Chance, bei denen sich Lukas Königshofer im KFC-Tor aber auf dem Posten zeigte. So war der Pausenstand auch der Endstand. Differenziert fiel die Analyse von Trainer Krämer aus. „Positiv waren der Sieg an sich und dass wir die Partie nach dem Rückstand gedreht haben. Nicht zufrieden war ich mit unserem Positionsspiel in der zweiten Halbzeit. Eigentlich müssen wir vor der Pause ein drittes Tor machen.“

Für den KFC geht es bereits am kommenden Dienstag weiter, wenn um 19 Uhr in der Düsseldorfer Merkur-Spielarena die Partie gegen den Zweitligaabsteiger SV Wehen Wiesbaden ansteht.

KFC: Königshofer – Schneider, Lukimya, Velkov, Dorda (20. Anarpak) – Albutat (46. Ibrahimaj), Fechner – Kinsombi, Pusch (75. Mörschel), Marcussen – Kiprit

Tore: 1:0 (16.) Velkov (ET), 1:1 (30.) Pusch, 1:2 (41.) Kripit

Schiedsrichter: Tobias Schultes

Zuschauer: keine

Rote Karte: Hehne (4.)