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Paris: Pop-up-Radwege sollen bleiben

Paris hält an seinen in der Coronakrise eingerichteten Pop-up-Radwegen fest. Bürgermeisterin Anne Hidalgo erklärte dem Sender Europe 1, rund 50 Kilometer Straße würden dauerhaft umgewidmet. “Das Fahrrad ist in Paris ein Verkehrsmittel für die Fahrt zur Arbeit geworden”, so Hildalgo. “Außerdem trägt es dazu bei, die Umweltverschmutzung zu senken.”

Unter anderem die zentrale Verkehrsachse Rue de Rivoli am Louvre wurde zur Fahrrad-Schnellstraße umgewandelt. Wegen der Streiks im öffentlichen Nahverkehr zu Jahresbeginn und der Coronakrise stieg der Radverkehr in Paris binnen eines Jahres um 67 Prozent, in ganz Frankreich waren es 29 Prozent.

Die kürzlich mit Hilfe der Grünen im Amt bestätigte Sozialistin Hidalgo und ihr Vorgänger hatten zuvor bereits beide Uferstraßen an der Seine für Autos gesperrt und für Fußgänger und Radfahrer geöffnet.

Die französische Regierung sieht in ihrem Corona-Hilfspaket rund 200 Millionen Euro für den Ausbau von Radwegen und Fahrrad-Parkplätzen an Bahnhöfen vor. Zudem können Franzosen derzeit staatliche Prämien von 50 Euro zur Reparatur und von 200 Euro zum Kauf eines Elektrorads in Anspruch nehmen. In der Region Paris liegt der Zuschuss für ein E-Bike sogar bei 500 Euro.

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