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Polizeieinsatz in ICE: 40-Jähriger bedroht Bahnmitarbeiter mit langem Küchenmesser


Polizeieinsatz in ICE
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40-Jähriger bedroht Bahnmitarbeiter mit langem Küchenmesser



Ein Beamter tragt das Abzeichen der Bundespolizei auf seiner Uniform (Symbolbild).
Foto: dpa/Uli Deck

Essen Ein 40-Jähriger hat in einem ICE Bahnmitarbeiter mit einem Messer bedroht. Die alarmierten Beamten der Bundespolizei zogen ihre Waffen und drohten, zu schießen.

Gegen 21.15 Uhr am Montag ist die Dortmunder Bundespolizei über die bedrohliche Lage im ICE 514 von Düsseldorf nach Dortmund informiert worden. Als die Einsatzkräfte der Bundespolizei an dem Zug im Bahnhof ankamen, machte sich an einer Abteiltür ein Bahnmitarbeiter bemerkbar, der mit erhobenen Händen in der Zügtür stand, berichtet die Polizei. Hinter ihm konnten die Einsatzkräfte einen Mann sehen, der ein großes Messer in der Hand hielt. Der Mitarbeiter konnte schließlich auf den Bahnsteig flüchten. Drei Bundespolizisten zogen ihre Pistolen und drohten dem Bewaffneten den Schusswaffengebrauch an, falls dieser nicht sofort das Messer zu Boden werfen würde, berichtet die Polizei.

Der Mann, bei dem es sich um einen 40-jährigen Obdachlosen aus Oberhausen handelte, habe daraufhin das Messer aus dem Zug auf den Bahnsteig geworfen und versucht zu flüchten. „Er wurde daraufhin durch den Einsatz von Pfefferspray gestoppt und zu Boden gebracht“, meldet die Polizei.

Gegen seine Festnahme soll sich der 40-Jährige erheblich gewehrt haben. In der Bundespolizeiwache wurden bei einer Durchsuchung des Mannes Amphetamine sichergestellt. Weil der 40-Jährige selber erklärte, unter dem Einfluss von Drogen zu stehen, wurde ihm eine Blutprobe entnommen.

Nach Angaben eines Bahnmitarbeiters ist der Mann zusammen mit seinem Hund ohne Fahrkarte von Düsseldorf aus im ICE mitgefahren. In Dortmund sollte er deshalb den Zug verlassen. Er soll daraufhin während der Fahrt versucht haben, einen 44-jährigen Bahnmitarbeiter mit dem Messer in den Oberkörper zu stechen. Dieser wehrte laut Polizei den Angriff ab und wurde durch einen Schnitt an der Hand verletzt. Ein weiterer Bahnmitarbeiter konnte den Angreifer mit einem Feuerlöscher zur Seite drängen.

Die Bundespolizei leitete gegen den bereits wegen Drogen- und Gewaltdelikten polizeibekannten 40-jährigen Deutschen ein Strafverfahren wegen Beförderungserschleichung, Widerstands, Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung ein. Der Einsatz wurde mit einer Bodycam aufgezeichnet und ist ebenfalls Gegenstand des Ermittlungsverfahrens.