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Polizeipräsidium Essen: Verdacht auf rechtsextreme Chatgruppe von Polizisten


Polizeipräsidium Essen
:
Verdacht auf rechtsextreme Chatgruppe von Polizisten



Polizisten im Einsatz (Symbolbild)
Foto: dpa/Silas Stein

Essen Beim Polizeipräsidium Essen ist eine Gruppe Polizisten aufgeflogen, die sich untereinander rechtsextreme Nachrichten in einer Chatgruppe geschickt haben sollen. Am Morgen sollen noch Durchsuchungen bei den betroffenen Polizisten stattgefunden haben.

Nach Informationen unserer Redaktion sollen die Beamten vorläufig suspendiert worden sein. „Es soll sich um 15 bis 25 Polizisten handeln. Diese Maßnahme zeigt, wie schwerwiegend die Inhalte sein müssen, die in der Chatgruppe verbreitet worden sind“, heißt es aus gut informierten Kreisen.

Schwerpunkt der mutmaßlich rechtsextremen Gruppe soll die Polizeibehörde Mülheim sein, die zum Polizeipräsidium Essen gehört. Die verdächtigen Polizisten sollen aber auch aus anderen Behörden kommen. „Man muss jetzt ganz genau gucken, wer in Anführungsstrichen nur Mitglied der Gruppe gewesen ist und wer aktiv Sachen hineingestellt und kommentiert hat“, heißt es aus den Kreisen.

Erich Rettinghaus, NRW-Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, erklärte: „Rechtes Gedankengut hat bei der Polizei nichts zu suchen. Dagegen muss entschieden vorgegangen werden. Aber wir müssen jetzt erst einmal die Ermittlungen abwarten. Und diese kleine Gruppe spiegelt nicht die Polizei wider. Das muss man ganz deutlich hervorheben und sagen.“