RP

Polizeistatistik: Asylzuwanderer überproportional bei Gewalttaten involviert


Polizeistatistik
:
Asylzuwanderer überproportional bei Gewalttaten involviert



Ein Polizist mit Handschellen und einer Pistole am Gürtel steht vor einem Streifenwagen (Symbolbild).
Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Berlin Einem Medienbericht zufolge sind Asylzuwanderer als ermittelte Tatverdächtige bei schweren Gewalttaten “überrepräsentiert”. Seit 2015 stammt in dem Bereich jeder achte Verdächtige aus diesem Personenkreis.

Das berichtet die “Welt am Sonntag” unter Berufung auf eine Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PSK). Die Gruppe umfasst Personen mit dem Aufenthaltsstatus Asylbewerber, Schutzberechtigter, Kontingentflüchtling und Geduldeter. Herausgerechnet seien Menschen mit dem Status “unerlaubter Aufenthalt”.

Zwischen 2015 und Ende 2019 seien 715.134 Tatverdächtige zu dem Delikt schwere oder gefährliche Körperverletzung ermittelt worden, heißt es in dem Bericht. 95.282 von ihnen (13,3 Prozent) gehörten der Gruppe der Asylzuwanderer an. Dies seien deutlich mehr als ihrem Anteil an der Bevölkerung entspreche (rund zwei Prozent).

Weiter schreibt das Blatt, zu bedenken sei allerdings, dass die Kriminalstatistik keine verurteilten Täter erfasse, sondern “nur die ermittelten Tatverdächtigen”. Dies geschehe, sobald die Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft übergeben werden. Dennoch sei die PKS der beste Datensatz, um sich “einen Eindruck von der registrierten Kriminalität zu verschaffen”.

Kriminologen wiesen bei Vergleichen immer wieder auf wichtige Merkmale der verschiedenen Bevölkerungsgruppen hin. So werden demnach Männer generell häufiger kriminell, sind aber in der Gruppe der Zuwanderer überdurchschnittlich stark vertreten. Ebenso zählten Menschen im Alter bis 29 Jahren öfter zu den Tatverdächtigen, auch diese Gruppe ist unter Asylzuwanderern größer als im Bundesdurchschnitt. Allerdings lasse sich eine “Überrepräsentanz bei Gewaltdelikten” auch dann feststellen, wenn ausschließlich junge Männer mit und ohne deutschen Pass miteinander verglichen würden, lautet das Fazit des Blattes: “Soziale und kulturelle Faktoren scheinen noch bedeutsamer zu sein.”