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Premier League: Sergio Agüero greift Schiedsrichterassistentin an den Nacken

Während der Premier-League-Partie zwischen Manchester City und dem FC Arsenal am Samstagabend (1:0) sorgte eine Szene mit Sergio Agüero für Diskussionen: In der 41. Spielminute hatte die Schiedsrichterassistentin Sian Massey-Ellis einen Einwurf für Arsenal gegeben. In der Folge ist zu sehen, wie der City-Angreifer die Entscheidung vor ihr zu reklamieren versucht, in der Folge geht er neben ihr her und greift ihr an den Nacken. Es sieht so aus, als würde er leicht zudrücken. Massey-Ellis schiebt Agüero leicht weg, während er sich entfernt.

Die Aktion blieb ohne Konsequenz, obwohl die Regeln des englischen Verbandes seit 2016 bei physischem Kontakt mit einem Schiedsrichter zumindest eine Gelbe Karte vorsehen. Unklar ist, ob Referee Chris Kavanagh das Vorgehen Agüeros gegen seine Assistentin mitbekommen hat.

“Einer der nettesten Menschen”

Agüeros Trainer Pep Guardiola nahm seinen Spieler nach der Partie in Schutz: “Kommt schon, Leute. Sergio ist der netteste Mensch, den ich je in meinem Leben getroffen habe. Sucht nach Problemen in anderen Situationen, nicht in dieser”, sagte Guardiola.

Der frühere englische Nationalstürmer Gary Lineker sagte in der BBC indes, Agüero hätte die Linienrichterin nicht berühren sollen. Arsenal-Ikone Ian Wright stimmte Lineker zu: “Was war das? Unnötig und bevormundend”, “sehr unangenehm”, wird er im “Guardian” zitiert.

Auch in den sozialen Netzwerken gibt es Kritik unter dem zahlreich geteilten Video, sowohl an Agüeros Verhalten, an der ausgebliebenen Sanktion als auch an der Verteidigung Guardiolas. Der Schiedsrichter-Podcast “Collinas Erben” beurteilte die Aktion bei Twitter als mindestens gelbwürdig.

Agüero hatte in seinem ersten Einsatz seit viermonatiger Verletzungspause den Siegtreffer durch Raheem Sterling (23. Minute) mit eingeleitet.

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