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Rassistische Attacke in Erfurt: Drei Männer aus Guinea angegriffen – Tatverdächtige wieder frei

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Rassistische Attacke in Erfurt
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Drei Männer aus Guinea angegriffen – Tatverdächtige wieder frei

Erfurt In Erfurt haben offenbar mehrere Rechtsextreme drei Männer aus Guinea angegriffen. Zwei der Opfer wurden verletzt. Mehrere Tatverdächtige wurden vorübergehend festgenommen – sind nun aber wieder auf freiem Fuß.

Die Ermittler gehen weiter von einem „fremdenfeindlichen Motiv“ aus, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die zwölf Festgenommenen seien weiterhin tatverdächtig, es gebe aber keinen Haftgrund.

Bei dem Angriff wurde den Angaben zufolge einer der Männer schwer, ein weiterer leicht verletzt. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht. Laut Polizei war der Zustand des Schwerverletzten zeitweise „kritisch“. Die drei Männer waren in der Nacht zu Samstag zu einem polizeibekannten Ort der rechten Szene gezogen und dort sofort verbal und dann auch tätlich von gut zehn Männern attackiert worden.

Ob bei dem Angriff Waffen oder andere Gegenstände eingesetzt wurden, war zunächst nicht bekannt. Der Übergriff ereignete sich etwa gegen 3.05 Uhr. Die Angreifer hielten sich den Angaben zufolge vor dem rechten Szenetreff auf. In die Ermittlungen sei das Landeskriminalamt eingeschaltet worden. Die Polizei forderte Zeugen auf, sich zu melden.

In Thüringer Sicherheitskreisen wird davon ausgegangen, dass sich in dem Szenetreff, vor dem der Angriff erfolgte, auch Mitglieder oder Symphatisanten der rechtsextremistischen Kleinstpartei Dritter Weg regelmäßig aufhalten. Die Polizei äußerte sich dazu nicht.