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Schwangere rettet Ehemann nach Hai-Angriff

Gerade erst hatte sich Andrew Charles Eddy ins Wasser begeben, als das Unglück passierte. Im US-Bundesstaat Florida hat eine Frau ihren Ehemann während eines Haiangriffs vermutlich vor noch Schlimmerem bewahrt.

Wie unter anderem die britische BBC berichtet, passierte der Vorfall bereits am Sonntag am Sombrero Riff in den Florida Keys. Die Gegend befindet sich ganz im Süden des Staates und ist bekannt für weiße Strände und eine beeindruckende Unterwasserwelt.

Diese wollten sich Andrew Charles Eddy und Margot Dukes-Eddy mit ihrer Familie bei einem Schnorchelausflug näher anschauen. Sie waren mit einem privat geliehenen Boot unterwegs.

Nach Angaben der Polizei griff der Hai Andrew Charles Eddy an und verletzte ihn schwer an der Schulter. Seine schwangere Ehefrau, so die Behörden weiter, habe die Haiflosse und das Blut gesehen und sei sofort vom Boot aus ins Wasser gesprungen.

Dann habe sie ihn in Sicherheit gebracht, während andere Familienmitglieder einen Notruf absetzten. Eddy wurde per Hubschrauber nach Miami geflogen, wo er wegen seiner schweren Verletzungen noch eine Weile behandelt werden muss. Bei der Ankunft sei Eddys Zustand kritisch gewesen, teilte das Krankenhaus mit.

Zahlreiche tödliche Angriffe in Australien

Zeugen berichteten von einem Hai zwischen zweieinhalb und drei Metern Länge in der Nähe. Es habe sich vermutlich um einen Bullenhai gehandelt. Tiere dieser Art werden zwar nicht so groß wie etwa Tigerhaie oder Weiße Haie, sind aber dennoch immer wieder in Angriffe auf Menschen verwickelt.

Allein 2019 wurden in Florida 21 Haiangriffe registriert. Das war fast die Hälfte aller Attacken in den ganzen USA (41). Generell ist das Risiko eines Angriffs durch die Raubfische jedoch verschwindend gering. In jedem Jahr sterben im Schnitt mehr Menschen durch Blitzschläge als nach einem Haibiss. Die meisten tödlichen Attacken hat es in diesem Jahr bisher in Australien gegeben. Sieben Menschen waren dort nach Angriffen gestorben, die jüngste Attacke ereignete sich im Feriengebiet Gold Coast ganz im Süden des Bundesstaates Queensland.

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