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Schweizer soll noch gehen: Borussia stellt Michael Lang ins Schaufenster


Schweizer soll noch gehen
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Borussia stellt Michael Lang ins Schaufenster



Michael Lang spielte eine Halbzeit im Pokalspiel gegen den FC Oberneuland, hier klatscht er ab mit Jonas Hofmann.
Foto: dpa/Bernd Thissen

Mönchengladbach Die Borussen haben zuletzt nochmal klargestellt, dass Michael Lang zu den Profis gehört, die sich einen neuen Verein suchen dürfen. Im Pokal kam der Rechtsverteidiger zum Einsatz – auch damit sich die Transfer-Situation verbessert.

Max Eberl hatte in der vergangenen Woche nochmal klargemacht, dass es Spieler bei Borussia gibt, die sportliche Probleme haben könnten, sofern sie in Gladbach bleiben. Über die Situation von Michael Lang, Keanan Bennetts und Julio Villalba sagte Borussias Sportdirektor: „Sie werden es in dieser Saison schwer haben, Spielzeiten zu bekommen. Bislang gibt es aber noch keine Interessenten. Sollten sie bei uns bleiben, sind sie vollwertige Mitglieder des Kaders.“



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Das ist Michael Lang
Foto: dpa/Patrick Seeger

Lang hat am Samstag zu spüren bekommen, dass dies nicht nur leere Worte waren. Während Bennetts beim 2:0-Sieg der U23 gegen den SV Rödinghausen dabei war und Villalba aufgrund einer Verletzung pausierte, kam der Rechtsverteidiger eine Halbzeit lang gegen den FC Oberneuland zum Einsatz.

Es war aber nicht nur ein Zeichen, dass Lang ein Spieler im Kader ist, der wie alle anderen behandelt wird, sondern es war auch der Versuch, ihn anderen Klubs schmackhaft zu machen. Borussia stellt Lang derzeit ins Schaufenster.

Bislang gab es aber nicht nur keinen Klub, der den Gladbachern signalisiert hat, dass sie den Schweizer Nationalspieler verpflichten wollen, sondern nach Informationen unserer Redaktion hat sich auch noch kein Verein beim Spieler selbst oder bei seinem Berater gemeldet. Ein Weggang von Lang liegt also noch in weiter Ferne.

Wie schnell sich diese Situation ändern kann, hat der 29-Jährige jedoch in der vergangenen Saison erlebt. Da war Lang bei Borussia ebenfalls außen vor und es vergingen einige Woche ohne ernsthaftes Interesse anderer Klubs. Dann verletzten sich bei Werder Bremen mehrere Defensivspieler, auf der Suche nach einem erfahrenen Abwehrspezialisten wurden die Werderaner dann in Gladbach fündig und liehen Lang für ein Jahr aus.

Bei Borussia besitzt er noch einen Vertrag bis 2022. Ein Verkauf wäre für beide Seiten sicher die wünschenswerteste Variante, aber ein weiteres Leihgeschäft wäre auch möglich. Fakt ist: Lang will spielen und nicht einfach nur seinen Vertrag auf der Ersatzbank oder sogar auf der Tribüne absitzen. Sollte er jedoch keinen neuen Verein finden, hat er nun schon von Borussia die Zeichen bekommen, dass er trotzdem in Gladbach willkommen ist.