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Ski-Alpin-Telegramm 2020/21: Bassino gewinnt Weltcup-Auftakt in Sölden – DSV-Quartett verpasst Top 30


Ski-Alpin-Telegramm 2020/21
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Bassino gewinnt Weltcup-Auftakt in Sölden – DSV-Quartett verpasst Top 30



Marta Bassino.
Foto: dpa/Marco Trovati

Düsseldorf Die Weltcup-Saison der alpinen Skirennfahrer startet wegen der Corona-Krise in diesem Jahr früher. Am 17. Oktober geht es in Sölden los. In unserem Telegramm halten wir Sie über alles Wichtige während der Ski-Alpin-Saison auf dem Laufenden.

Als die besten Skirennfahrerinnen um den Auftaktsieg dieser außergewöhnlichen Corona-Saison fuhren, war das deutsche Team schon auf dem Heimweg vom Rettenbachgletscher. Mit einer befürchteten Nullnummer haben die DSV-Sportlerinnen diesen Ausnahmewinter und eine neue Weltcup-Phase nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg eingeläutet. Beim Sieg der Italienerin Marta Bassino im Riesenslalom von Sölden verpassten die vier deutschen Starterinnen am Samstag allesamt die Top 30 und damit die Qualifikation für das Finale.

Neben der punktlosen Vorstellung sorgten auch das notwendige Hygiene– und Vorsichts-Drumherum im Ötztal für wenig Euphorie bei allen Beteiligten. Keine Zuschauer, so wenig Kontakte wie möglich, ständige Kontrollen: Von einer Wintersport-Party wie in all den Jahren zuvor war in Sölden diesmal überhaupt nichts zu spüren. „Ein bisschen eine traurige Stimmung“, sagte der deutsche Alpin-Chef Wolfgang Maier, „wenn man weiß, was das hier immer für ein cooles Skifest war.“

Aber an diese Bedingungen muss sich die alpine Ski-Familie gewöhnen, schließlich geht es darum, in der immer schwierigeren Corona-Lage in Europa überhaupt Rennen fahren zu können. Routinier Maier hob vor allem den völlig ungewohnten Geräuschpegel an der Piste heraus. „Man hört jedes Wort, so wie zuletzt in den Fußballstadien. An die Stille des Berges wird man sich gewöhnen müssen“, sagte der Funktionär.

Für das sportliche Abschneiden sollte das aber keine Rechtfertigung sein, schließlich hätten sich für die Fahrerinnen die Abläufe am Renntag auch in Pandemiezeiten kaum geändert. „Das ärgert mich“, haderte Lena Dürr nach ihrem 38. Rang im ersten Lauf, durch den sie nicht mehr im Finale antreten durfte. „Ich hatte natürlich gehofft, schöner in die Saison zu starten“, sagte die 29-jährige Münchnerin.



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Das ist der DSV-Kader im Ski Alpin der Herren
Foto: dpa/Georg Hochmuth

Wie auch Weltcup-Debütantin Lisa Loipetssperger (50./ 5,61), Jessica Hilzinger (51./ 6,24) und Andrea Filser (54./ 6,37) agierte Dürr auf dem steilen und schwierigen Hang von Sölden nicht mutig genug. „Sie waren viel zu vorsichtig für die Verhältnisse, sind zu wenig Risiko und Attacke gegangen. Dann bist du nicht dabei“, resümierte Maier nach dem ersten Damen-Riesenslalom ohne Punkte seit fast zwei Jahren.

Der Deutsche Skiverband (DSV) setzt nun auf seine Talente, nachdem die 31-jährige Rebensburg – die in Sölden bereits gewonnen hatte – Anfang September überraschend in die Ski-Frührente ging. „Wichtig ist, dass der Jugend die Zukunft gehört“, betonte Bundestrainer Jürgen Graller. „Die müssen auf die Weltcup-Bühne.“ Bei der erst 20 Jahre alten Loipetssperger habe man nach „wirklich guten“ Trainings auch im Rennen „ansatzweise gesehen, dass sie dazugehört.“



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Das ist der DSV-Kader im Ski Alpin der Damen
Foto: dpa/Marco Tacca

Zur Weltklasse klafft aber freilich noch eine große Lücke. „Die Etablierten sind die Etablierten, die fahren einfach gut“, sagte Maier. Bassino setzte sich mit 0,14 Sekunden vor ihrer Teamkollegin und letztjährigen Weltcup-Gesamtsiegerin Federica Brignone durch. Weltmeisterin Petra Vlhova aus der Slowakei wurde Dritte ( 1,13).

Am Sonntag (10.00/13.15 Uhr) sind die Herren mit den deutschen Hoffnungsträgern Stefan Luitz und Alexander Schmid an der Reihe.



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17. Oktober 2020

DSV-Quartett verpasst Top 30

Die deutschen Ski-Damen haben zum Start in die neue Weltcup-Saison eine befürchtete Nullnummer kassiert. Im ersten Rennen nach dem Rücktritt von Erfolgsfahrerin Viktoria Rebensburg verpassten die vier Starterinnen des Deutschen Skiverbandes am Samstag beim Riesenslalom in Sölden die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Lena Dürr kam bei dem Event unter massiven Corona-Vorsichtsmaßnahmen und ohne Zuschauer im ersten Lauf nur auf Rang 38 und hatte 4,74 Sekunden Rückstand auf die führende Italienerin Marta Bassino.

Weltcup-Debütantin Lisa Loipetssperger (50./ 5,61), Jessica Hilzinger (51./ 6,24) und Andrea Filser (54./ 6,37) kamen ebenfalls nicht in die Top 30, die im entscheidenden zweiten Durchgang ab 13.00 Uhr (ZDF und Eurosport) um den Auftaktsieg dieses Winters fahren. Am Sonntag (10.00/13.15 Uhr) sind die Herren mit den deutschen Hoffnungsträgern Stefan Luitz und Alexander Schmid an der Reihe.



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Ski-Alpin-Termine der Herren
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17. Oktober 2020

DSV-Präsident Steinle im Amt bestätigt

ranz Steinle bleibt Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV). Die Vertreter der 20 Landesverbände sprachen dem 70 Jahre alten Juristen für weitere vier Jahre ihr Vertrauen aus. Ebenfalls ohne Gegenstimme bestätigt wurden die Vizepräsidenten Miriam Vogt, Heiko Krause und Tobias Angerer sowie Schatzmeister Jörg Flechtner.

“Die Aufgaben und Herausforderungen, die wir als Spitzenverband in den kommenden Monaten und Jahren bewältigen müssen, sind enorm. Das wird uns nur dann gelingen, wenn wir wie in den vergangenen Jahren unser Knowhow und alle Kräfte bündeln”, sagte Steinle, der in seine dritte Amtszeit geht.



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Foto: dpa/Gabriele Facciotti

Steinle steht seit Dezember 2013 an der Spitze des DSV. Damals hatte er die Nachfolge von Alfons Hörmann angetreten, der seither dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vorsteht.

17. Oktober 2020

Skispringerin Gianina Ernst beendet mit 21 Jahren ihre Karriere

Die Skispringerin Gianina Ernst hat mit gerade einmal 21 Jahren ihre Karriere beendet. Das teilte die Sportlerin am Samstagmorgen auf Instagram mit. „Aufgrund meiner mittlerweile doch schon langen Verletzungsgeschichte ist es mir nicht mehr möglich, auf die Schanze zurückzukehren“, schrieb Ernst, die im Dezember 2018 einen Kreuzbandriss erlitt und seither nicht mehr richtig in die Spur fand. Sie wolle nun in Zürich Psychologie studieren. Ernst war bei der Olympia-Premiere der Skispringerinnen 2014 im russischen Sotschi als 15-Jährige am Start und belegte damals den 28. Rang.

16. Oktober 2020

Positive Corona-Tests vor Weltcup-Auftakt in Sölden



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Das sind die Disziplinen im Ski Alpin
Foto: dpa/Alessandro Trovati

Einen Tag vor dem alpinen Weltcup-Auftakt in Sölden sind positive Corona-Tests bekannt geworden. Einem schwedischen Trainer sei eine Infektion nachgewiesen worden. Das sagte der Teamchef der Skandinavier, Lars Melin, dem schwedischen Sender SVT Sport. Der Coach Ola Masdal befinde sich in Quarantäne. Ein weiterer Trainer, der mit Masdal im Skilift gefahren sei, wurde untersucht.

Rennchef Markus Waldner sagte der Nachrichtenagentur APA am Freitag, dass es Fälle in zwei Teams gegeben habe. Um welche Teams es sich handele, präzisierte er nicht. Die betroffenen Personen seien bereits am Donnerstag getestet und danach isoliert worden. Die Austragung der beiden Riesenslaloms am Samstag und Sonntag sei nicht in Gefahr.

15. Oktober 2020

DSV tritt zum Saisonstart in Sölden nur mit kleinem Team an

Nach zahlreichen Rücktritten wie jenem von Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg hat der Deutsche Skiverband (DSV) für den Weltcup-Auftakt der alpinen Ski-Rennläufer ein kleines und zum Teil unerfahrenes Team nominiert. Bei den Frauen gehen im Riesenslalom am Samstag im österreichischen Sölden Lena Dürr (Germering), Andrea Filser (Wildsteig), Jessica Hilzinger (Oberstdorf) und Lisa Loipetssperger (München) an den Start. Am Sonntag bestreiten Stefan Luitz (Bolsterlang), Alexander Schmid (Fischen) und Fabian Gratz (Altenau) den Riesenslalom der Männer.”Unseren jungen Sportlern bietet sich nun die Chance, in die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten. Das Potenzial in den Mannschaften ist vorhanden”, betonte Alpinchef Wolfgang Maier. Neben Rebensburg hatten unter anderem die Weltcup-Routiniers Fritz Dopfer, Dominik Stehle und Veronique Hronek im Sommer ihre Karrieren beendet. Einige potenzielle Starterinnen fallen derzeit außerdem wegen Verletzungen oder deren Nachwirkungen aus.Beim Weltcup-Auftakt auf dem Rettenbachgletscher sind wegen der Corona-Pandemie keine Zuschauer zugelassen. Darüber hinaus wurden die beiden Rennen um eine Woche vorverlegt, um damit den Ski-Touristen aus dem Weg zu gehen.