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Soll sieben Taten begangen haben: Polizei schnappt mutmaßlichen Serienvergewaltiger in Potsdam

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Soll sieben Taten begangen haben
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Polizei schnappt mutmaßlichen Serienvergewaltiger in Potsdam



In einem Waldstück zwischen Babelsberg und Dreilinden wurde eine Frau vergewaltigt.
Foto: dpa/Julian Stähle

Potsdam In Berlin und Brandenburg hat ein Serienvergewaltiger seit Wochen für Angst und Unruhe gesorgt. Nun soll erneut eine junge Frau in einem Waldstück bei Potsdam vergewaltigt worden sein. Die Polizei glaubt, den Täter gefasst zu haben.

Die Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass ein in der Region gesuchter Serienvergewaltiger gefasst ist. „Nach einer weiteren Vergewaltigung im Raum Potsdam konnten Polizeibeamte heute Abend einen 30-jährigen Mann festnehmen, bei dem es sich nach derzeitigen Erkenntnissen um den gesuchten Serientäter handelt“, twitterte die Berliner Staatsanwaltschaft am Dienstagabend.

Polizeisprecherin Anja Dierschke sagte der Deutschen Presse-Agentur, mit hoher Wahrscheinlichkeit handele es sich um den Täter der Vergewaltigungsserie, zu der in Berlin ermittelt wird, sowie der am Dienstag angezeigten Vergewaltigung in Brandenburg.

Polizisten aus ganz Brandenburg sowie der Bundespolizei und der Berliner Polizei waren zu einer großangelegten Suchaktion ausgerückt.

Am Vormittag war ein junge Frau in einem Waldstück zwischen Babelsberg und Dreilinden einer Passantin aufgefallen. Sie stand offensichtlich unter Schock und gab an, vergewaltigt worden zu sein. Sie kam später in ein Krankenhaus.

Nach ersten Erkenntnissen soll die Potsdamerin zuvor auf einem Waldweg gejoggt sein, als sie dort von dem Täter angesprochen und nach dem Weg gefragt wurde. Kurz darauf soll er sie überwältigt und vergewaltigt haben.

In Berlin und Brandenburg hatte die Polizei hinter mehreren Vergewaltigungen seit Mitte Juni denselben Täter vermutet – die Ermittler gingen von einem Serientäter aus. Er soll zwischen dem 12. und 30. Juni sieben Taten begangen haben, fünf davon in Berlin.

Die Berliner Ermittlungsbehörden hatten in der Vorwoche gut erkennbare Bilder des Tatverdächtigen aus einer Überwachungskamera von einem Bahnsteig in Bernau veröffentlicht. Bis Montag waren rund 300 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.