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Tesla-Werk muss zunächst mit 1,4 Millionen Kubikmetern Wasser auskommen




Rohbau des Tesla-Werks in Grünheide: Schmutzwasser ist größte Herausforderung


Rohbau des Tesla-Werks in Grünheide: Schmutzwasser ist größte Herausforderung


Foto: Thomas Bartilla / imago images/Future Image

Die geplante Fabrik von US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide nahe Berlin soll rund 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr verbrauchen – die Vorbereitungen für die Leitungen sind bereits in vollem Gang. “Wir müssen sie an unser vorhandenes Netz anschließen”, sagte die Sprecherin des Wasserverbands Strausberg-Erkner, Sandra Ponesky. Das Netz verlagere sich wegen des Großabnehmers Tesla in den Süden. Die Genehmigungen verschiedener Behörden und Grundstücksfragen stünden noch aus.

Die größte Herausforderung beim Bau der Wasserleitungen ist nach Angaben des Wasserverbands das Schmutzwasser, das nach Erkner geleitet werden soll. Das Trinkwasser soll aus Freienbrink kommen. Wann der Bau der Wasserleitungen beginnen kann, ist bisher offen. “Die reine Bauzeit sind zwei bis drei Monate”, sagte die Sprecherin. Tesla unterzeichnete kürzlich den Vertrag zur Wassererschließung, in dem es um Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für die erste Ausbaustufe der Fabrik geht.

Der Autobauer hatte seinen prognostizierten Wasserverbrauch in der Spitze nach Kritik von 3,3 Millionen auf rund 1,4 Millionen Kubikmeter im Jahr gesenkt. Der Verbrauch soll bei einem Ausbau nach den Plänen steigen: Im Entwurf für den geänderten Bebauungsplan der Gemeinde Grünheide heißt es: “Perspektivisch müssen zusätzliche 2,15 Millionen Kubikmeter pro Jahr bereitgestellt werden. Dabei sind weitere Kapazitäten zu erschließen.” Langfristig sei sogar eine Versorgung mit weiteren 15,3 Millionen Kubikmeter pro Jahr möglich.