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Thomas Hitzlsperger über die Fußballbundesliga: “Gehaltsobergrenzen wären umsetzbar”

Stuttgarts Meistertitel im Jahr 2007 hatte viele Gesichter. Der Stern von Mario Gomez, damals 21, ging gerade auf, Sami Khedira, 20, spielte sein erstes Profijahr, auf der Trainerbank saß der bis dahin eher unbekannte Armin Veh. Es gab die beiden Mexikaner Pável Pardo und Ricardo Osorio, die der junge VfB-Manager Horst Heldt nach ihrer starken WM 2006 direkt in Deutschland hielt. Thomas Hitzlsperger gehörte mit seinen 25 Jahren fast schon zu den Routiniers in der Stuttgarter Meistermannschaft.

Stuttgart feierte den VfB, in München dagegen ließ Uli Hoeneß die Abteilung Attacke eskalieren. Der Klub war nur Vierter geworden und verpasste die Champions League. Ein Debakel – und Hoeneß gab als Antwort in jenem Sommer fast 100 Millionen Euro aus. Trainer Ottmar Hitzfeld wollte einen neuen Mittelstürmer, Hoeneß holte gleich zwei, Luca Toni und Miroslav Klose kamen.

Hitzlsperger kommt aus einer Zeit, als noch Alphatiere die Bundesliga prägten. Es gab neben Hoeneß Werders Klaus Allofs, Felix Magath mischte mit, Giovanni Trapattoni war einer der Trainer beim VfB von Hitzlsperger. Die Liga schien damals lauter als heute, polemischer, sie war auch noch ausgeglichener an der Spitze. Aber sie veränderte sich auch.