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Tschechien: Mehr als 30 Verletzte bei Zugunglück in der Nähe von Prag

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Beim Zusammenstoß eines Personenzugs mit einem Güterzug hat es am späten Dienstagabend in Tschechien Dutzende Verletzte gegeben. Vier Schwerverletzte seien nach Prag in Kliniken gebracht worden, sagte eine Sprecherin des Rettungsdienstes. Mindestens 29 Menschen seien leicht verletzt worden. Einer der Lokführer wurde in seiner Kabine eingeklemmt und konnte noch nicht geborgen werden.

Die Bergungsoperationen dauerten am späten Abend noch an, weshalb die Zahl der Verletzten noch nicht abschließend geklärt sei. Die Sprecherin der regionalen Rettungsdienste sagte der Nachrichtenagentur AFP, es seien bislang keine Toten gefunden worden.

Nach ersten Informationen war der Personenzug bei Cesky Brod, das rund 30 Kilometer östlich von Prag liegt, auf einen stehenden Postexpresszug aufgefahren. Die Unglücksursache muss noch ermittelt werden. Möglicherweise wurde ein Haltesignal übersehen, hieß es seitens der Behörden.

200 Menschen sollen im Zug gewesen sein

Die Einsatzkräfte waren mit mehr als einem Dutzend Notarzt- und Krankenwagen sowie zwei Rettungshubschraubern vor Ort. Zudem wurde ein Großraumkrankenwagen zur Unglücksstelle entsandt. In dem Nahverkehrszug sollen sich im Spätabendverkehr insgesamt rund 200 Fahrgäste befunden haben. Der sogenannte “CityElefant” verbindet Prag mit Recany nad Labem (Retschan an der Elbe).

Bilder zeigten, dass die Züge nach der Kollision ineinander verkeilt waren. Der Bahnverkehr auf der wichtigen Hauptachse wurde umgeleitet. Verkehrsminister Karel Havlicek kam an die Unglücksstelle.

Erst vor einer Woche waren bei einem Zugunglück im tschechischen Teil des Erzgebirges zwei Menschen gestorben, darunter auch ein Deutscher. Nach dem Unglück hatte sich Havlicek für langfristige, aber gegen provisorische Lösungen der Sicherheitsprobleme bei der staatlichen Bahn ausgesprochen.

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