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Unbekannte Täter: E-Scooter landen im Kölner Mediapark regelmäßig im Wasser

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Unbekannte Täter
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E-Scooter landen im Kölner Mediapark regelmäßig im Wasser



Ein E-Scooter, der am Media Park aus dem Wasser gefischt wurde.
Foto: RPO/MediaPark Köln Entwicklungsgesellschaft

Köln Am Kölner Mediapark machen E-Scooter Probleme. Mitarbeiter der Gebäudeverwaltung ziehen die Tretroller regelmäßig aus dem See. Wer sie ins Wasser wirft, ist unklar.

Wenn wiedermal ein E-Scooter in dem künstlich angelegten See am Mediapark schwimmt, ziehen die Mitarbeiter der Verwaltung ihn mit einem Haken aus dem Wasser, wie eine Sprecherin der „Media Park Köln“ Entwicklungsgesellschaft erzählt. „Es kann ja sein, dass manche Menschen genervt sind von den Rollern, aber mit solchen sinnlosen Aktionen schaden sie nicht den Anbietern, sondern dem See – und vielleicht auch den Tieren darin“, sagt sie. Hechte und Karpfen leben im See, Schildkröten, Enten, ein Schwan und zeitweise auch Wildgänse. Zwei bis drei Roller treiben manchmal in einer Woche im Wasser. Wer sie in den See wirft, ist unklar. „E-Scooter-Hasser, betrunkene Jugendliche, wir wissen es nicht.“

Mit einem Posting auf Facebook hat das Unternehmen nun auf die Situation aufmerksam gemacht. „Durch die Batterien der E-Scooter und die Batterieflüssigkeiten, die dadurch in den See gelangen, wird dieser nachhaltig chemisch verschmutzt“, heiß es dort. Der Post richtet sich auch mit der Bitte an alle Tretroller-Fahrer, die Scooter nicht direkt am See abzustellen.

„Wir haben schon mit fast allen Scooter-Anbietern gesprochen und jetzt Parkzonen mit ihnen definiert, auf denen die Roller abgestellt werden sollen“, sagt die Sprecherin. Die Verleiher hätten ihr versichert, dass die E-Scooter wetterfest gebaut und die Batterien wasserdicht seien. „Sie können wohl nur auslaufen, wenn sie beschädigt wurden“, sagt die Sprecherin. „Aber wir wissen nicht, wie viele Roller überhaupt im See liegen – und wie lange schon, er ist an manchen Stellen mehr als drei Meter tief.“

Dass die E-Scooter verschwinden, wollen die Leute, die im Mediapark arbeiten, gar nicht, wie die Sprecherin sagt. „Viele nutzen sie ja selbst gern in den Pausen.“ Sie hofft nun, dass die neuen Abstellzonen etwas bringen.

Im Mediapark gibt es immer wieder Ärger: Vor ein paar Wochen hat ein Unbekannter ein Schwanenweibchen mit einem Luftgewehr beschossen und so schwer verletzt, dass das Tier starb.