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Unterricht in der Corona-Krise: Wie läuft’s in der Schule, liebe Leserinnen und Leser?

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Desinfektion an einer Schule in Münster: Der Unterricht hat wieder begonnen


Desinfektion an einer Schule in Münster: Der Unterricht hat wieder begonnen


Foto: Guido Kirchner / dpa

Das vergangene Halbjahr an den Schulen in Deutschland war ein ziemliches Drunter und Drüber: Schließungen, Homeschooling, überforderte Eltern, Lehrer, Schülerinnen und Schüler. Lange Zeit war nicht abzusehen, wann normaler Unterricht wieder möglich sein würde.

Kurz vor den Sommerferien verkündeten die Kultusminister dann die frohe Botschaft: So normal wie möglich solle das neue Schuljahr laufen, wenn das Infektionsgeschehen das zulasse. Ein Hoffnungsschimmer. Nicht unbedingt für die Lehrerinnen und Lehrer, die Angst davor hatten, sich bei den wieder zusammenkommenden Schülerherden anzustecken. Auch nicht für jene Eltern, die wegen einer Vorerkrankung besonders gefährdet wären, wenn ihr Kind wieder täglich mit etlichen anderen Kindern lerne, rumhänge, raufe.

Aber es war eine gute Nachricht für die Eltern, von denen die meisten nun mal keine Lehrer sind. Und für die Schüler, deren schulisches Vorankommen wochenlang an der Fähigkeit ihrer Eltern hing, den Lehrstoff zu vermitteln oder ihrer eigenen Fähigkeit, sich selbst zu unterrichten.  

Nun hat die Schule in sechs Bundesländern wieder begonnen. Es wird evaluiert, wie groß die Lehrstofflücken sind. Und es wird klar, worüber viele vor den Ferien lieber nicht so genau nachgedacht haben: Was bedeuten eigentlich die Formulierungen “so normal wie möglich” und “sofern es das Infektionsgeschehen zulässt” für den Schulalltag?

Eine Frage, die sich jetzt umso dringlicher stellt – und mit einem klaren “schwer zu sagen” beantwortet werden muss. Die Infektionszahlen steigen wieder, jedes Bundesland versucht sich an eigenen Regelungen – und jede Schule an einer eigenen Umsetzung. Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern mussten aufgrund von Corona-Fällen schon nach kurzer Zeit wieder geschlossen werden.

Für die offenen Institutionen ist es derweil eine Herkules-Aufgabe, die Ströme von Schülern unterschiedlicher Klassen und Jahrgänge aneinander vorbeizulotsen. Der Unterrichtsbeginn wurde zeitlich versetzt, die Schulhöfe in Zonen aufgeteilt, Schüler und Lehrer tragen Masken, manche sogar im Unterricht – und während vorerkrankte Lehrkräfte verständlicherweise um Sonderregelungen und Befreiung vom Präsenzunterricht kämpfen, sind die verbliebenen Lehrerinnen und Lehrer durch den neuen Alltag extremen Herausforderungen ausgesetzt.

Und das sind nur die ganz großen Probleme, die man schon von weitem erkennen kann. Sie als Eltern, Schüler oder Lehrerinnen und Lehrer sind jeden Tag diesem Durcheinander aus strengen Regulierungen, mitunter chaotischer Organisation, Hilflosigkeit und Auf-Sicht-Fahren ausgesetzt.

Erzählen Sie uns davon!







Foto: 

Guido Kirchner / dpa


Wie erleben Sie als Lehrerinnen und Lehrer, als Eltern, als Schülerinnen und Schüler das neue Schuljahr? Was läuft in Corona-Zeiten gut, was schlecht? Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen in einer E-Mail an bildung@spiegel.de.

Mit der Einsendung erklären Sie sich mit einer Veröffentlichung einverstanden und versichern, dass sich das Ereignis wie beschrieben zugetragen hat. Bitte teilen Sie uns auch mit, wie wir Sie für Rückfragen erreichen können.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Schulalltag? Hat ihre Schule besonders souverän reagiert und tolle Lösungen für die vielfachen Herausforderungen gefunden? Oder erscheinen Ihnen die Bemühungen einer Lehranstalt besonders hilflos und chaotisch? Haben Sie Vertrauen in die Regelungen und wie die Schulen sie umsetzen? Oder sind Ihnen Situationen begegnet, die Sie kaum fassen können?

Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen aus dem Schulalltag im Corona-Sommer.

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