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US Open: Naomi Osaka gewinnt Finale gegen Victoria Asarenka

Naomi Osaka hat die US Open 2020 gewonnen. Die Japanerin besiegte im Endspiel in New York die Belarussin Victoria Asarenka 1:6, 6:4, 6:3. Für die 22-Jährige ist es nach 2018 der zweite Triumph bei den US Open und der dritte Grand-Slam-Titel insgesamt. Damit hat sie alle drei bisherigen Major-Endspiele ihrer Karriere gewonnen. Für Asarenka war es die dritte Finalniederlage bei den US Open, 2012 und 2013 hatte sie jeweils gegen Serena Williams verloren. In den selben Jahren hatte sie zuvor bei den Australian Open ihre beiden Grand-Slam-Titel gewonnen. 

Osaka startete fehlerhaft in die Partie, während Asarenka von Beginn an druckvoll spielte, gewohnt stark returnierte und fast nichts falsch machte. Gleich ihr erstes Aufschlagspiel verlor Osaka, die ungewohnt weit hinter der Grundlinie stand und diverse Unforced Errors produzierte. Asarenka gelang früh ein zweites Break zum 4:1. Osaka waren zu diesem Zeitpunkt schon mehr als dreimal so viele unerzwungene Fehler unterlaufen wie im gesamten Halbfinale gegen Jennifer Brady. Bei Asarenka hingegen klappte viel. In ihren ersten vier Aufschlagspielen musste die 31-Jährige nur einmal über den zweiten Versuch gehen. Nach 26 Minuten war der erste Satz vorbei.

Osaka findet ins Spiel, Asarenkas Aufschlag wackelt

Auch im zweiten Durchgang nahm Asarenka ihrer Gegnerin gleich den Aufschlag ab. Für die frühere Weltranglistenerste schien der dritte Grand-Slam-Titel nach den Australian Open 2012 uns 2013 greifbar, aber Osaka kam besser in die Partie – und sicherte sich das direkte Re-Break. Nun kam auch der Aufschlag der 22 Jahre alten Japanerin besser. Im ersten Satz hatte Osaka, die als eine der besten Aufschlägerinnen der Welt gilt, nicht mal die Hälfte der Punkte bei ihrem ersten Service gewonnen. Jetzt unterliefen Asarenka auf einmal unnötige Fehler.

Von der Souveränität des ersten Satzes war bei der Nummer 27 der Welt nichts mehr zu sehen, auch der erste Aufschlag kam nicht mehr verlässlich. Osaka übernahm zunehmend die Kontrolle über die Ballwechsel, spielte nun druckvoller. Beim Stand von 3:3 gelang Osaka ein zweites Break, das dritte brachte der Nummer vier der Welt das 6:3 und den Satzausgleich.

Im Entscheidungsdurchgang ging es eng zu. Asarenka spielte nicht so gut wie im ersten Satz, aber besser als im zweiten. Dennoch schien Osaka nach fünf Spielen die Vorentscheidung gelungen. Asarenka hatte ihren Aufschlag zuvor abgeben müssen und sich drei Breakchancen erspielt, die Osaka aber alle abwehren konnte.

Aber Asarenka kämpfte sich zurück, brachte ihr folgendes Service trotz Breakchancen für Osaka durch und schaffte dann das Re-Break zum 3:4. Doch Osaka riss die Partie erneut an sich, schaffte ein weiteres Break und brachte anschließend ihr Aufschlagspiel zum Titelgewinn durch.

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