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Vergleich nach Stadtarchiv-Einsturz: Baufirmen müssen 600 Millionen Euro an Stadt Köln zahlen

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Vergleich nach Stadtarchiv-Einsturz
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Baufirmen müssen 600 Millionen Euro an Stadt Köln zahlen



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Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2009
Foto: Oliver Berg

Köln Elf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs ist nun ein Vergleich über die Begleichung des Schadens unter Dach und Fach. Die Stadt Köln wird von den Baufirmen 600 Millionen Euro erhalten.

„Ich bin wirklich erleichtert darüber, dass wir dieses schwierige Kapitel der Kölner Stadtgeschichte abschließen können“, sagte Oberbürgermeister Henriette Reker (parteilos) am Dienstag. „Damit schließen wir die juristischen Akten.“

Der Vergleich finanziere und sichere den Neubau des Historischen Archivs. Zwölf Millionen Euro pro Jahr würden in die Restaurierung der beschädigten Archivalien investiert. „Für die nächsten Jahrzehnte ist das gesichert“, sagte Reker. „Für die Stadt genauso wichtig ist der Weiterbau der Nord-Süd-Stadtbahn.“

Die Einigung sieht vor, dass die am damaligen U-Bahn-Bau beteiligten Firmen der Stadt 600 Millionen Euro bezahlen. Die gesamte Schadenssumme war von der Stadt Köln auf über eine Milliarde Euro veranschlagt worden. Die Firmen bauen außerdem die U-Bahnstrecke auf eigene Kosten zu Ende und errichten einen Gedenkraum für die Opfer.

„Ein jahrzehntelanger Rechtsstreit über die Schadenshöhe und -ursache mit Bindung materieller und personeller Ressourcen konnte so vermieden werden“, sagte ein Sprecher der Arge Nord-Süd-Stadtbahn, in der die Baufirmen vertreten sind. Auch Stadtdirektor Stephan Keller sagte, dieses Ergebnis sei wirklich das bestmögliche gewesen, „die goldene Mitte“. Verkehrsdezernentin Andrea Blome sagte, Köln habe jetzt wieder das Selbstvertrauen, große Verkehrsprojekte in Angriff zu nehmen.

2018 begannen zwei Prozesse gegen insgesamt sechs Angeklagte – Mitarbeiter von Baufirmen und Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB). Kurz vor der Verjährung wurden ein KVB-Bau-Überwacher und ein Oberbauleiter wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen verurteilt.