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„Von Normalität noch entfernt“: Corona-Krise sorgt für weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahl in NRW

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„Von Normalität noch entfernt“
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Corona-Krise sorgt für weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahl in NRW



Ein Mann vor der Arbeitsagentur (Symbolfoto).
Foto: dpa/Sebastian Kahnert

Düsseldorf Durch die Auswirkungen der Corona-Krise ist die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen im Juni weiter gestiegen. Der Zuwachs fiel allerdings deutlich geringer aus als in den stärker vom Lockdown geprägten Monaten April und Mai.

Insgesamt waren zum Sommerstart in NRW knapp 771.000 Menschen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte. Das waren knapp 14.000 Personen mehr als im Mai und sogar gut 137.000 mehr als ein Jahr zuvor. Damit fiel der Zuwachs allerdings deutlich geringer aus als in den stärker vom Lockdown geprägten Monaten April und Mai.

Der Arbeitsmarkt in NRW stehe weiterhin deutlich unter dem Einfluss der Pandemie, sagte der Vorsitzende der Regionaldirektion NRW, Torsten Withake. Ohne die Kurzarbeit wäre die Arbeitslosigkeit nach seinen Worten sogar noch deutlich höher. Immerhin hätten 35 bis 40 Prozent der Unternehmen in NRW von März bis April Kurzarbeit angezeigt. „Von Normalität am Arbeitsmarkt sind wir also noch ein Stück entfernt“, betonte er.

Dennoch sieht der Arbeitsmarktexperte auch Positives. „Es ist wieder Belebung in den Arbeitsmarkt gekommen“, betonte er. Im Juni sei die Zahl der Menschen, die eine neue Arbeit aufnehmen konnten, im Vergleich zu den beiden Vormonaten wieder deutlich gestiegen.

Mit Blick auf die kommenden Monate zeigte sich Withake durchaus optimistisch. „Wir gehen davon aus: Sobald mehr konjunkturelle Stabilität in die Wirtschaft in NRW einzieht – auch als Wirkung des Konjunkturpakets des Bundes –, wird die Arbeitslosigkeit schon in diesem Jahr wieder zurückgehen und werden viele Menschen zurück in Arbeit finden.“