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Warnstreik am Donnerstag in Düsseldorf: Umweltspur auf – Wildpark zu


Warnstreik am Donnerstag in Düsseldorf
:
Umweltspur auf – Wildpark zu



Die Umweltspur in Düsseldorf-Wersten.
Foto: Endermann, Andreas (end)

Düsseldorf Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftige des öffentlichen Dienstes in Düsseldorf am Donnerstag zum Warnstreik aufgerufen. Die Stadt reagiert, öffnet eine Umweltspur und schließt den Wildpark.

Die Landeshauptstadt setzt am Donnerstag die Umweltspur an der Werstener Straße für einen Tag außer Kraft. Beide Fahrspuren können dann für den Kfz-Verkehr genutzt werden.

Grund dafür ist, wie auch schon in der vergangenen Woche, dass die Gewerkschaft Verdi unter anderem die Mitarbeiter der die Rheinbahn zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen hat. Somit fällt nahezu der komplette ÖPNV in Düsseldorf aus.

Daher gibt es für Pendler erneut keine Möglichkeit, auf den öffentlichen Personennahverkehr auszuweichen. „Es ist zu erwarten, dass sich das Kfz-Aufkommen deshalb an diesem Tag erhöhen wird. Dies hat bereits der letzte Warnstreik gezeigt“, sagte ein Sprecher der Stadt. Um einen möglichst störungsfreien Verkehr auf der Straße gewährleisten zu können, habe man sich in Abstimmung mit der Polizei und aufgrund der guten Erfahrungen der letzten Woche dazu entschieden, erneut die Umweltspur Werstener Straße temporär aufgehoben.

Die Umweltspur wurde bereits einmal bei einem Unfall auf der A46 mit einer notwendigen Ableitung des Verkehrs über die Werstener Straße kurzfristig aufgehoben. Die Maßnahme sei gut verlaufen und war entsprechend wirksam, sagte der Sprecher.

Von dem Warnstreik am Donnerstag wird auch der Wildpark in Grafenberg betroffen sein. Dieser bleibt daher geschlossen.

Die Landesbezirksleiterin der Gewerkschaft Verdi, Gabriele Schmidt, zeigt sich optimistisch, dass Bewegung in den Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst kommt. „Ich habe die große Hoffnung, dass die Arbeitgeber einlenken und uns zur nächsten Tarifrunde ein Angebot vorlegen“, sagte Schmidt bei WDR 5. Verdi hat zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst aufgerufen.

In Nordrhein-Westfalen sind Beschäftigte in Stadtverwaltungen, Kliniken, Sparkassen sowie in kommunalen Entsorgern und Stadtwerken zum Ausstand aufgerufen. Auch in Kitas könnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Arbeit niederlegen. Zudem ist der Nahverkehr am Niederrhein betroffen.

In dem Tarifkampf fordert Verdi eine Einkommensanhebung von 4,8 Prozent. Der Arbeitgeberseite ist das zu viel. Aus Sicht der Gewerkschaft sei es eine „bescheidene Forderung“, sagte Schmidt. Am 22. Oktober sollen die Verhandlungen in Potsdam weitergehen.