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Wendler-Manager wieder bei Pocher im TV: „Sein Angriff auf RTL war ein grober Fehler“


Wendler-Manager wieder bei Pocher im TV
:
„Sein Angriff auf RTL war ein grober Fehler“



Markus Krampe (M.). am Donnerstagabend bei Oliver und Amira Pocher.
Foto: RTL/Screenshot RTL

Köln Michael Wendler hat mit seinen Corona-Äußerungen viel Kritik einstecken müssen. Nun stellte sich sein Manager Markus Krampe erneut den Fragen von Oliver Pocher in dessen TV-Sendung bei RTL – und nimmt ausführlich Stellung, auch zur Zukunft seines Schützlings.

Es war eine mehr als turbulente Woche für Manager Markus Krampe. Sein Schützling Michael Wendler, der bei ihm seit Jahren unter Vertrag steht, hatte sich mit seinen wirren Äußerungen über die Corona-Pandemie bei RTL ins Aus geschossen und deutschlandweit für viel Wirbel gesorgt.

Zum zweiten Mal stellte sich Krampe nun in der RTL-Show „Pocher – gefährlich ehrlich“ den Fragen der Showgastgeber Oliver und Amira Pocher. Dort offenbarte Krampe zunächst, dass er vermutlich aus dem Kreise von Corona-Leugnern auch Morddrohungen erhalten habe. „Es ist wirklich abstrus, es waren aber echte Personen dabei, die so sauer auf mich waren, weil ich dem Wendler nicht den Rücken gestärkt habe“, sagte Krampe im Gespräch mit den Pochers.



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Das ist Michael Wendler
Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Die Woche nach dem Corona-Eklat des Dinslakener Schlagerstars habe er vornehmlich damit verbracht, die Wogen zu glätten: „Ich hatte mit vielen Partnern und Rechtsanwälten Kontakt“, so Krampe. Ob nach den Äußerungen des Wendlers allerdings Aufträge und Partnerschaften aufrecht erhalten werden können, könne man derzeit noch sagen. Mit einigen Partnern habe man gute Gespräche geführt, so Krampe. Es bestehe also weiter die Möglichkeit, dass einige Partner dem Wendler die Treue halten und die Karriere vielleicht doch nicht beendet sei.

Dieser Satz brachte dann allerdings Amira Pocher zur Weißglut: „Als Firma muss man sich doch weitestgehend davon distanzieren, das ist verantwortungslos. Jede Firma die jetzt weiter macht, hat für mich an Glaubwürdigkeit verloren. Ich könnte mich hier in Rage reden, diese klickgeilen Firmen nerven mich so.“

Gefragt nach seinen Corona-Thesen und den Vorwürfen gegenüber dem TV-Sender RTL, bei dem er seit Jahren immer wieder in Sendungen und Dokumentationen zu sehen war, habe Wendler mittlerweile eingesehen, dass der „Angriff auf RTL ein grober Fehler war“. Wendler hatte seinem Haussender und weiteren TV-Stationen unterstellt, gleichgeschaltet zu sein und auf Befehle aus der Regierung zu reagieren. Nun liege der Ball bei Wendler, der derzeit in Florida weilt und gemeinsam mit seiner Frau Laura dort lebt. Krampe hatte auch versucht, einen Flug nach Florida zu bekommen und so mit seinen Vertragspartnern ein ehrliches Sechs-Augen-Gespräch zu führen. Doch die derzeitige Verschärfung der Corona-Pandemie mit steigenden Zahlen auf allen Erdteilen machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Krampe glaubt, dass durch äußere Einflüsse Wendler wie ein Fähnchen im Wind reagiert: „Ich habe den Eindruck, dass, wenn ich mit ihm spreche ist alles noch gut und zwei Stunden später, wenn er mit anderen Menschen gesprochen hat, sind die Thesen von vorher über den Haufen geworfen.“ Dann leite er ihm Dinge weiter, bei denen Krampe nur den Kopf schütteln könne. Damit meint er vor allem die Telegram-Gruppe, die Wendler in der vergangenen Woche gegründet hat und in der er Sprachnachrichten verfasst und Inhalte von anderen Corona-Leugnern wie Attila Hildmann und Eva Herrmann weiterleitet.