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Zweitliga-Relegation: 1. FC Nürnberg rettet Klassenerhalt in der Nachspielzeit

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Der 1. FC Nürnberg hat den Abstieg in die dritte Liga durch ein Tor in der fünften Minute der Nachspielzeit verhindert. In der Zweitliga-Relegation unterlag der “Club” nach einem 2:0-Hinspielsieg im Rückspiel 1:3 (0:0) beim FC Ingolstadt. Der Treffer des eingewechselten Fabian Schleusener (90. Minute 5) reichte wegen der Auswärtstorregel jedoch für den Klassenerhalt.

Die Ingolstädter Tore fielen nach drei Freistoßflanken von Ingolstadts Marcel Gaus. Stefan Kutschke, der das Hinspiel noch verletzt fehlte, erzielte die Führung (53. Minute), Tobias Schröck glich das Hinspielergebnis per Kopf aus und Robin Krauße (62.) traf ebenfalls per Kopf sogar zum 3:0 (66.).

In der ersten Hälfte waren beide Teams zunächst darauf bedacht, frühe Gegentore zu verhindern. Im Hinspiel hatte Ingolstadt von Beginn an unter Druck gestanden. Im Rückspiel agierte der Drittligist passiver, um eine frühe Entscheidung zu verhindern. Bei einem Gegentor hätte Ingolstadt wegen der Auswärtstorregel bereits vier Treffer erzielen müssen.

Aus der defensiven Grundausrichtung resultierte eine erste Hälfte mit wenigen Chancen. Beide Teams schossen jeweils nur einmal auf das gegnerische Tor.

Im zweiten Durchgang musste Ingolstadt zwangsläufig mehr riskieren. Geriet aber zunächst unter Druck, weil Nürnberg ebenfalls etwas offensiver aus der Kabine kam. Nach einer scharfen Hereingabe von Mikael Ishak verpasste Adam Zrelak am zweiten Pfosten jedoch den Ball und damit den Treffer nur knapp (51.).

Dann wurde es jedoch kurios, und Ingolstadts Gaus fast zum Matchwinner:

  • Nach einem Freistoß von Gaus von der linken Strafraumkante faustete Torhüter Christian Mathenia den Ball unglücklich gegen seinen Mitspieler Patrick Erras; Kutschke staubte zur Führung ab (53.).

  • Keine zehn Minuten später köpfte Schröck einen weiteren Freistoß von Gaus, diesmal aus dem rechten Halbfeld, ins lange Eck (62.).

  • Gaus’ Vorlagen-Hattrick vollendete Robin Krauße, der wiederum einen Freistoß aus dem linken Halbfeld ins lange Eck köpfte (66.).

Nürnbergs Interimstrainer Michael Wiesinger, der vor der Relegation von Jens Keller übernommen hatte, versuchte nach dem dritten Gegentreffer, das Spiel mit Auswechslungen zu drehen. Nur einen Treffer benötigte Nürnberg, um doch noch die Klasse zu halten.

Und der “Club” hatte Chancen: Einen Schuss des eingewechselten Nikola Dovedan klärte Ingolstadts Nico Antonitsch jedoch kurz vor der Linie, sein Torhüter Marco Knaller war bereits geschlagen (80.). Der eingewechselte Michael Frey schoss aus elf Metern links am Tor vorbei (86.).

In der letzten Minute der Nachspielzeit sorgte ein hoher Ball der Nürnberger jedoch noch einmal für Chaos in der Ingolstädter Defensive. Nachdem Antonitsch im Zweikampf mit Frey fiel, schoss Schleusener zum Klassenerhalt ein (90. 5).

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