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Zwischen Duisburg und Koblenz: Greenpeace untersucht Rhein auf Mikroplastikpartikel


Zwischen Duisburg und Koblenz
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Greenpeace untersucht Rhein auf Mikroplastikpartikel



Mikroplastikteilchen, die aus einem Fluss gefischt wurden (Symbolbild).
Foto: dpa/Bernd Wüstneck

Duisburg Greenpeace will bis Anfang Oktober Verschmutzungen mit Mikroplastik im Rhein zwischen Duisburg und Koblenz untersuchen. Die Partikel werden von Fischen und Muscheln aufgenommen und gelangen so auch ins Essen.

Dazu nehmen Wissenschaftler auf dem Greenpeace-Aktionsschiff Beluga II Wasserproben, teilte die Organisation zu Beginn der Aktion am Dienstag mit. Aus den Proben werde Mikroplastik ausgesiebt und auf seine chemische Zusammensetzung analysiert. Binnengewässer spielten bei der Verbreitung von Plastikpartikeln eine wichtige Rolle – über Flüsse gelangten die kleinsten Teile in die Meere.

„Inzwischen lassen sich Plastikpartikel in Muscheln und Fischen nachweisen und der Müll landet so direkt wieder auf dem Teller“, sagte Greenpeace-Sprecherin Daniela Herrmann laut Mitteilung. Mikroplastik verursacht zahlreiche ökologische Schäden, der gesundheitliche Einfluss auf Lebewesen beschäftigt die Forschung. Partikel wurden bisher unter anderem in Schnee, Lebensmitteln oder Trinkwasser nachgewiesen.

Greenpeace betonte, Wasserorganismen könnten diese Partikel mit Nahrung verwechseln und verschlucken. Gefährliche Chemikalien, die sich an die Partikel anlagerten, gelangen so in die Nahrungskette.

Bei ersten zehn Stichproben auf dem Rhein 2019 habe die Crew der Beluga II jedes Mal Mikroplastik gefunden. Der Strom sei wie viele andere Gewässer weltweit stark mit Mikroplastik verschmutzt.